Jesus Christ SuperstarDer Musical-Welterfolg mit Starbesetzung aus dem Londoner West End

Ein Musical über Jesus Christus – das hatte auf diese Art und Weise noch niemand gewagt: Jesus Christ Superstar nannten Andrew Lloyd Webber und Tim Rice ihr revolutionäres Werk, mit dem sie vor über 40 Jahren ihren grossen Durchbruch feierten.

Mit packendem Soundtrack und aufwühlenden Bildern erzählt das Musical die Leidensgeschichte Jesu aus neuer Perspektive und ist dabei ebenso klug wie unterhaltsam. Die Verbindung von stimmgewaltigen Arien, gefühlvollen Balladen, donnernden Rocknummern und monumentalen Chorpassagen machte die „Rockoper“, wie Webber und Rice ihr Werk selbst nannten, zur Legende. 720 Vorstellungen nach der Uraufführung am Broadway, acht Jahre in Folge am Londoner West End und Produktionen in 22 Ländern sprechen für sich: Jesus Christ Superstar fasziniert sein Publikum mit einer der ältesten Geschichten der Welt, die bis heute nichts an Aktualität verloren hat.

Nach einer umjubelten Deutschlandpremiere und exklusiven Gastspielen an renommierten Opernhäusern kommt die Neuinszenierung des Musical-Welterfolgs im Frühjahr 2016 nach Deutschland sowie in die Schweiz. Vom 29. März bis 3. April 2016 ist die temporeiche Inszenierung mit Starbesetzung aus dem Londoner West End im Theater 11 Zürich zu erleben. Zu den gefeierten Darstellern zählt etwa Glenn Carter, der die Rolle des Jesus bereits in zahlreichen Produktionen verkörperte – vom Broadway bis zur jüngsten DVD-Aufzeichnung.

Jesus Christ Superstar – Der Durchbruch des Musical-Erfolgsduos Webber/RiceJesus Christ Superstar 1 Foto Pamela Raith

Gerade 21 Jahre alt ist der britische Musikstudent Andrew Lloyd Webber als er 1970 zusammen mit seinem Texter Tim Rice Jesus Christ Superstar schreibt. Weil sich kein Produzent findet, veröffentlicht das Duo die Musik zunächst als Konzeptalbum. Mit zwei Millionen verkauften Platten in zwölf Monaten erreichen Webber und Rice mehr als einen Achtungserfolg in den USA: Das Album erzielt Platz 1 in den Billboard Charts und wird mit einer goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Eine szenische Aufführung des Stücks rückt plötzlich in greifbare Nähe und so feiert das Musical 1971 als furiose Bühnenshow am Broadway Premiere. Der unorthodoxe Umgang mit dem religiösen Thema provoziert, dennoch nimmt das amerikanische Publikum die Inszenierung begeistert auf. In Europa setzt das Stück seinen Siegeszug fort. 1972 feiert es im Londoner West End Premiere und avanciert nach acht Jahren zu dem am längsten gespielten Musical seiner Zeit. Heute zählt Jesus Christ Superstar – in elf Sprachen übersetzt, in 22 Ländern aufgeführt und zweimal verfilmt – zu den Klassikern des Musical-Repertoires.

Neue Perspektiven – Die Passionsgeschichte ins Heute übersetzt

Legendär wird Jesus Christ Superstar nicht zuletzt dank des unkonventionellen Umgangs mit dem ihm zugrunde liegenden biblischen Stoff. So scheut sich das junge Autorenduo nicht davor, die Passionsgeschichte zu entmystifizieren und in moderner Fassung zu zeigen. Auch die Perspektive ist völlig neu: Jesus Christ Superstar erzählt von den letzten sieben Tagen Jesu aus der Sicht von Judas Ischariot. Jesus, von seinen Anhängern und Gegnern gleichermassen zur Kultfigur erhoben, ist ein verletzlicher, menschlicher Held, der in den Sog des eigenen Ruhms gerät und zuweilen gar an seiner Bestimmung zweifelt. Spannungsreich entwickelt sich eine unheilvolle Dreieckskonstellation zwischen Jesus von Nazareth, seinem engen Vertrauten Judas Ischariot und der sinnlichen Jüngerin Maria Magdalena. Judas, in den Evangelien als Verräter typisiert, wird aus ungewöhnlicher Perspektive gezeigt. Er übernimmt die Rolle des sarkastischen Kommentators und enttäuschten Freunds, der den mörderischen Verrat in einer Mischung aus echter Besorgnis und kopfloser Eifersucht begeht.

Jesus Christ Superstar 2 Foto Pamela RaithEin Soundtrack revolutioniert – Neue Massstäbe in Text und Musik

Ganz neue Massstäbe setzt auch die Musik: In Jesus Christ Superstar zeigt sich bereits das ganze Können des jungen Komponisten Andrew Lloyd Webber. Mit musikalischen Motiven und kontrastierenden Stilen unterstreicht er den Charakter einzelner Figuren. Maria Magdalena singt berührende Pop-Balladen wie „Everything’s Alright“ oder das berühmte „I Don’t Know How to Love Him“, während Judas in den wütenden Rock-Titeln „Damned for all Times“ oder „Heaven to their Minds“ brilliert. Ergänzt werden die Solonummern durch mitreissende Chorszenen: Paradebeispiel für die Kraft dieser Musik ist der Titelsong „Superstar“. Die Musik atmet den Geist der 1970er Jahre, die geprägt sind von innovativen Formationen wie Deep Purple, Pink Floyd oder The Who. Tim Rice greift diese Atmosphäre auf und transferiert die biblische Sprache in die Jetztzeit. Dabei mischt er provokanten Strassenslang mit bekannten historischen Zitaten. Die beiden Autoren setzen ganz auf die emotionale Kraft des gesungenen Worts und verzichten auf erklärende Dialoge zwischen den Titeln. Vom ersten Moment an wird der Zuschauer in eine Geschichte gezogen, die sich mit rasanter Dynamik entwickelt. Es ist die perfekte Symbiose von musikalischem Genie und erzählerischem Talent, die Jesus Christ Superstar zu einem der innovativsten Musicals aller Zeiten macht.

Opulent neu inszeniert – Die offizielle Produktion von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice

Unter dem Augenmerk von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice schufen Produzent Bill Kenwright und Regisseur Bob Tomson eine opulente Inszenierung, die mit ihren spektakulären Bildern, herausragenden Darstellern und einer fulminanten Live-Band einen neuen Glanzpunkt in der langen Erfolgsgeschichte von Jesus Christ Superstar markiert. Schon in der Vergangenheit sorgten die beiden regelmässig mit Werken von Webber und Rice für Furore, so etwa mit ihrer Inszenierung von Evita an den renommiertesten Opernhäusern im deutschsprachigen Raum. Auch für Jesus Christ Superstar konnten sie eine gefeierte Starbesetzung aus dem Londoner West End verpflichten, die mit stimmlicher Grösse und ausdrucksstarkem Spiel brilliert und von den versierten Theatermachern so temporeich wie nuanciert in Szene gesetzt wird. „Ein echtes Spektakel und gleichzeitig eine Hommage an die Originalproduktion“, befand auch der Tagesspiegel. Bill Kenwright und sein Team unterstreichen mit ihrer Inszenierung einmal mehr, was Jesus Christ Superstar zum Welterfolg gemacht hat: ein legendärer Soundtrack, tiefsinnige Figuren und eine mitreissende Geschichte. Eindrucksvoll beweisen sie, dass der Musical-Klassiker aus dem Jahr 1971 das Publikum bis heute in seinen Bann zieht und dabei nichts von seiner Stärke und Aussagekraft verloren hat. Das liegt nicht zuletzt an der biblischen Vorlage, der schon Webber und Rice attestierten: „Es ist die grösste Geschichte, die je erzählt wurde.“


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Theater 11

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