Andreas Pichler: Der Pfad des KriegesFilmrezension: "Der Pfad des Kriegers" von Andreas Pichler

"Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ Matthäus 10.34

Ein junger Ministrant aus Europa will Priester werden, engagiert sich für soziale Gerechtigkeit in einem der ärmsten Länder der Welt – und wird zum Commandanten Miguel, der in den Untergrund geht und bei einer Entführungsaktion ums Leben kommt. Der Pfad des Kriegers ist eine Film-Dokumentation, die Verwandte, Freunde und ehemalige Weggefährten von Michael Nothdurfter zu Wort kommen lässt. Der Regisseur selbst erklärt sich zu Beginn des Films in der Erzählstimme als ehemaliger Jugendfreund; schafft damit eine Atmosphäre von Nähe und Vertrautheit.

Larry Charles ReligulousFilmrezension:"Religulous" von Larry Charles

Die im Buddhismus ihren Ursprung findenden drei Affen auf dem Werbeplakat des Films „Religulous“, der zurzeit in den Kinos läuft, stellen bereits von vornherein eine klare Aussage dar: Die drei monotheistischen Weltreligionen – markiert durch entsprechende Symbole und Halsketten, die diese Affen tragen – wollen weder sehen, hören, noch sprechen. Ganz im Gegensatz zu Bill Maher, seines Zeichens Komiker, Schriftsteller und vor allem zentrale Figur und einer der Produzenten der „Dokumentation“ Religulous.

goodbyehelloAusstellungsbericht: "Goodbye and Hello" 17.10.2008-5.7.2009 im Museum für Kommunikation, Bern

Mein Weg zum Jenseits führte durch einen dunklen Vorraum, in dem sich zwei Geister aufhielten und mir das Thema der Ausstellung näher brachten. Beim Weitergehen erschien die Anzeige 'Goodbye', die mir den Eingang zum Jenseits signalisierte: Der Beginn der Ausstellung und sogleich der Beginn einer Reise durch ein thematisches Spannungsfeld. 

The Aga Khan and the IsmailisFilmrezension: "An Islamic Conscience. The Aga Khan and the Ismailis" von Shamir Alibhai

Biographie, Gesellschaftsanalyse, religionsgeschichtliche Zeitläufte – und vor allem eine Huldigung an das Lebenswerk eines Mannes. The Aga Khan and the Ismailis – An Islamic Conscience positioniert die Biographie eines religiösen Führers und seine Arbeit in die Geschichte einer weltweiten muslimischen Gemeinschaft, die in der Öffentlichkeit ein Nischendasein fristet.

Evolution als SchoepfungVeranstaltungsbericht: Evolution als Schöpfung

Am 09.12.2015 fand im Rahmen der Eröffnung der Science and Religion Bibliothek der Universität Bern ein Festvortrag unter dem Titel Evolution als Schöpfung statt. Geladen zu Vortrag und Gespräch waren keine Minderen als der schweizer Biologie-Nobelpreisträger und Präsident der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, Werner Arber, und Christian Link, Professor für Systematische Theologie an der Ruhr-Universität Bochum. Wer dabei einen harten Schlagabtausch erwartete, wurde enttäuscht: "Konsonanz statt Konkurrenz" forderten sowohl Arber und Link in ihren Vorträgen als auch Martin Täuber, Rektor der Universität Bern, René Bloch, Dekan der Theologischen Fakultät, und Kathrin Altwegg, Direktorin des Center for Space and Habilityin ihren Grussworten.

JRFM - Journal for Religion, Film and MediaSoeben ist die Erstausgabe einer neuen, interdisziplinär ausgerichteten, religionswissenschaftlichen Zeitschrift, dem Journal for Religion, Film and Media, erschienen. Die erste Ausgabe widmet sich dem Thema Thinking Methods in Media and Religion und beinhaltet Artikel namhafter Autor_innen wie Bärbel Beinhauer-Köhler, Mia Lövheim, Roger Odin, Daria Pezzoli-Olgiati und Sigrid Schade. Das Journal entsteht in Zusammenarbeit des Zentrums für Religion, Wirschaft und Politik (Zürich), der Universitäten Graz (AUT), Hull (UK), Marburg (GER), Villanova (USA) sowie der Fondazione Bruno Kessler (ITA).

Steffen Führding & Peter Antes (Hg.): Sakularitat in religionswissenschaftlicher PerspektiveBuchrezension: "Säkularität in religionswissenschaftlicher Perspektive" von Steffen Führding und Peter Antes (Hg.)

Der von Steffen Führding und Peter Antes herausgegebene Sammelband „Säkularität in religionswissenschaftlicher Perspektive“ ist ein aktueller Beitrag zur religionswissenschaftlichen Erforschung der religiösen «Nones». Ausgehend von der These einer religiösen Pluralisierung konstatieren die Herausgeber in ihrem Vorwort, dass die Zahl der Religionslosen und Konfessionsfreien in Westeuropa stetig wachse. Gleichzeitig gebe es eine "Sprachlosigkeit" zwischen Säkularen und Religiösen zu beobachten, die das Potential habe, für den demokratischen Verfassungsstaat problematisch zu werden (Habermas). Der Band verfolge die Absicht, "Säkularität und säkulare Weltdeutungen in das Blickfeld religionswissenschaftlicher Forschung [zu] rücken […] und damit ein ebenso neues wie wichtiges Forschungsfeld für die Religionswissenschaft [zu] öffnen" (S. 8).

Martin RiesenbrodtVeranstaltungsbericht: Vortrag von Prof. Dr. Martin Riesebrodt an der Universität Zürich am 14. Mai 2013

Die Universität Zürich durfte am 14.5.13 einen der bekanntesten Religionssoziologen der Gegenwart willkommen heissen. Im Rahmen einer Masterveranstaltung des Zentrums für Religion, Wirtschaft und Politik (ZRWP) wurde Prof. Dr. Martin Riesebrodt eingeladen, um einen öffentlichen Vortrag über Religion zu halten. Seine Rede transformierte nicht nur zunächst banal erscheinende Ansätze in bedeutende Theorien, sondern galt auch regelrecht als ein Plädoyer für den allgemeinen Religionsbegriff – zum Trotz aller Skepsis.

Was ist Religion?

Der Begriff 'Religion' ist ein westliches Produkt und muss deshalb aufgegeben werden. Er wurde in der Kolonialzeit durch die politische Interessenlage des Westens verformt und zur Kategorisierung fremder, meist als primitiv empfundener Gesellschaften sowie zur Rechtfertigung der eigenen Macht benutzt – so die Meinung einiger Wissenschaftler. Es stellt sich dabei aber die Frage, wovon denn nun stattdessen die Rede sein soll: Diskurs, Weltbild oder doch Tradition? Eine bessere Alternative zum Religionsbegriff scheint nie gefunden worden zu sein. Sollte er also trotzdem beibehalten werden, wie ist er dann zu rechtfertigen?

Janina Karolewski; Nadja Miczek; Christof Zotter (Hg.): RitualdesignBuchrezension: Ritualdesign von Janina Karolewski, Nadja Miczek, Christof Zotter (Hg.)

Rituale unterstehen ständigen dynamischen Prozessen: Sie werden "verändert, angepasst, ergänzt, transferiert, neu eingeführt, abgeschafft, ausgedehnt oder verkürzt." In diesem Zusammenhang entstand auch der Begriff 'Ritualdesign', wobei noch kein Konsens zur konkreten Verwendung oder zur Definition des neologistischen Begriffs gefunden werden konnte. Eine Möglichkeit zur Begriffsklärung bietet der Religionswissenschaftler Gregor Ahn, welcher als Kriterium für Ritualdesign die Intention des Ritualgestalters voraussetzt: Ein Akteur modifiziert unter expliziten Intentionen ein Ritual- und schafft somit ein Ritualdesign.

Veranstaltungsbericht:  Tagung „Religion und gesellschaftliche Integration in Europa“, Luzern, 14.-16. Juni 2012

Religion und gesellschaftliche Integration in Europa, REGIE

Religion und Integration – zwei vermeintlich unterschiedliche Dinge, führen in der heutigen Zeit auch in der Schweiz immer wieder zu politischen und gesellschaftlichen Diskussionen. Doch was ist eigentlich Integration? Kann Religion integrationsfördernd bzw. hindernd sein? Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen in Europa für die Integration andersgläubiger Zuwanderer? – Diese und viele weitere Fragen waren Thema der dreitägigen Tagung des Luzerner Forschungsschwerpunktes „Religion und gesellschaftliche Integration in Europa“, kurz: REGIE.

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