Christian RutishauserIm Frühjahr startet das Lassalle-Haus Bad Schönbrunn gemeinsam mit dem Romero-Haus Luzern und dem Zentrum Theologie Interkulturell der Universität Salzburg den Studiengang Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess. Jesuitenpater Dr. Christian Rutishauser war führend bei der Konzeption des Lehrgangs, der einen Masterabschluss zum Ziel hat.

Mit Religionsunterrichts die "drohenden Ignoranz" der kulturellen Hintergründe verhindern

Ausgehend von der Aufklärung und der Französischen Revolution – bis hin zum Versuch der ganzheitlichen Verbannung der Religion aus dem öffentlichen Raum – ist der Begriff der Säkularisierung in Europa fester Bestandteil des Diskurses geworden, unter anderem in Bezug auf die Rolle des Christentums in der öffentlichen Schule. Nicht zuletzt konnte das Christentum mit Hilfe des Begriffs der Säkularisierung quasi konserviert werden. Der Dachverband der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) hat in seiner Position vom letzten Oktober "dramatische Veränderungen" in den letzten Jahrzehnten festgestellt: Das Kruzifix an der Wand und die Schulgebete seien mit einigen wenigen Ausnahmen aus dem Schulzimmer verschwunden; die christlichen Feste verkämen immer mehr zu einem "kulturhistorischen Bildungsgegenstand".

Im Abstimmungs-Diskurs zur Anti-Minarett-Initiative wird von Seiten der Initianten und von gewissen Medien behauptet, das Minarett sei Symbol eines religiös-politischen Machtanspruchs der Muslime, welche in der Schweiz die Scharia einführen, an ihr orientierte Parallelgesellschaften aufbauen und den Schweizer Rechtsstaat unterwandern wollten. Zudem sorgten Medienmeldungen für Aufruhr, wonach ein Schweizer Professor zumindest die Einführung von bestimmten Elementen der Scharia fordere. Der folgende Beitrag beabsichtigt, einige grundlegende Informationen zur Scharia und ihrer gegenwärtigen Anwendung in islamischen und westlichen Staaten zu vermitteln und am Beispiel des Familienrechts die zentrale Frage der Vereinbarkeit von Scharia und Menschenrechten zu erörtern.

WertschöpfungWertschöpfungIn der Finanzkrise richtet sich der Blick von Managern und Unternehmern wieder verstärkt auf das Verhältnis von Wertschätzung und Wertschöpfung. Immer mehr Führungskräfte anerkennen  Wertschätzung als Voraussetzung echter Unternehmenskultur. Bleibt unter anderem die Frage, woraus sich Wertschätzung speist.

Shamir AlibhaiEin Interview mit Filmproduzent Shamir Alibhai, der vergangenen Sonntag die Filmpremière mit The Aga Khan and the Ismailis feierte.

Ann-Katrin Gässlein: Shamir Alibhai, für wen haben Sie diesen Film gedreht?
Shamir Alibhai: Dieses Filmprojekt war mir seit langem ein Anliegen, besonders in den letzten Jahren, als das Thema Fundamentalismus akut wurde, seit 'Islam' mit 'Bin Laden' so häufig gleichgesetzt wird.

Kirchen sterben aus – aber nicht Freikirchen. Tanzende und singende Menschen erleben Gott auf eine neue Art und Weise. Dabei gleichen Gottesdienste von Freikirchen mehr Rock- oder Pop-Konzerten als einer besinnlichen Andacht. In den Medien wird von Sekten gesprochen, die mit ihrem alterspezifischen Angebot vor allem Jugendliche überzeugen. ICF ist eine dieser populistischen Freikirchen.

Am 05. Juni wird wieder abgestimmt. Zur Erläuterung der eidgenössischen Vorlagen hat die Bundeskanzlei erstmals Videos veröffentlicht. Damit sollen die konventionellen Abstimmungsunterlagen ergänzt werden. Die Bundeskanzlei möchte mit den Filmen ein zeitgerechteres Kommunikationsmedium verwenden, das den Informationsgewohnheiten eines Grossteils der Bevölkerung entspreche.

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) befasst sich derzeit mit der Frage nach einer Revision seiner Verfassung. Diesbezüglich hat die SEK eine Studie zur Zukunft der Reformierten in Auftrag gegeben. Jörg Stolz und Edemée Ballif vom Institut L'Observatoire des religions en Suisse (ORS) der Universität Lausanne haben sich dieser Forschung angenommen – mit höchst brisanten Ergebnissen, die im noch unveröffentlichten Forschungsbericht "Die Zukunft der Reformierten" geschildert werden. Mit Blick auf diese Ergebnisse verfasste der Rat der SEK einen Bericht und Antrag an die Abgeordnetenversammlung  bezüglich der Teil- beziehungsweise Totalrevision seiner Verfassung.

Theo SchaadEin Gespräch mit Pfarrer Theo Schaad über die Zukunft der Evangelischen Kirchen der Schweiz

Die Evangelischen Kirchen der Schweiz stehen vor grossen Herausforderungen. Einer Umfeldanalyse zufolge verliert sie in den nächsten Jahrzehnten einen Grossteil ihrer Mitglieder. Der Geschäftsleiter des SEK, des Evangelischen Kirchenbunds, nimmt dazu Stellung.

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