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Die Interdependenzen zwischen Konsum und Religion, die gemeinhin als gegensätzliche Pole gelten, werden sowohl in der Ökonomie, den Kultur- und Religionswissenschaften, der Anthropologie wie auch der Soziologie vielseitig diskutiert. Es wird davon ausgegangen, dass das „Heilige“ (Sakrale) in der zeitgenössischen westlichen Gesellschaft allmählich von dem „Profanen“ (Säkularen) verdrängt wird, während nichtreligiöse Bereiche wie z.B. Konsum wiederum eine Sakralisierung erfahren.

Das Christentum lehrt, das Leben nach dem Tod spiele sich im Himmel ab. Der Himmel ist das Gegenstück zur Erde und das ewige Leben, wonach Christen streben, ist doch um einiges angenehmer als unerlöst auf der Erde herumzutappen, oder etwa nicht? Findet der Mensch nicht erst im Himmel seinen Frieden? Ist es demnach egal, wie die Menschen mit der Erde umgehen, wenn sie doch ohnehin erst im Himmel ewiges Leben erlangen?

Eine Forscher_innengruppe der der Universität Bern bittet um Beteiligung an der Internet-Befragung mit dem Namen 'Xenosophie-Projekt'.Xenosophie-Projekt

„Wie können Religionen zu einem friedlichen Miteinander von Menschen in der Schweiz beitragen?" Zu diesem Thema arbeiten die Forscher im „Xenosophie-Projekt" an der Universität Bern. Sie befragen dazu Christen, Muslime und Juden, wie sie die eigene und andere Religionen wahrnehmen und auch dazu, was sie selber glauben. Es wird besonders danach geforscht, unter welchen Bedingungen jemand die Begegnung mit der anderen Religion als bereichernd erlebt. Der Fragebogen kann in acht verschiedenen Sprachen ausgefüllt werden.

Gemeinsam weiterDie CVP-Initiative ‹Heiratsstrafe abschaffen› erhitzt momentan die Gemüter. Grund: Der Initiativtext definiert die Ehe als "Lebensgemeinschaft von Mann und Frau". Nicht nur wird der Mann – getreu der patriarchalen Tradition der Schweiz – an erster Stelle genannt, auch bekämpft dieser Initiativtext die parlamentarische Initiative ‹Ehe für Alle›.

Rudra BejartEinblick in die Seminarbeit: "L’Ecole-Atelier Rudra-Béjart et phénomène religieux"

Inspiré par les religions du monde, Maurice Béjart (Marseille 1927 – Lausanne 2007) fonde à Lausanne en 1992 une école de danse portant le nom du dieu védique – terrible et destructeur – Rudra. Pendant deux ans, de jeunes artisans de la danse sont formés à diverses disciplines artistiques et travaillent de huit heures à dix-neuf heures dans les locaux du Béjart Ballet Lausanne.

Dias de los MuertosWährend Allerheiligen und Allerseelen bei uns in der Schweiz eher besinnliche Tage sind, feiern die Mexikaner zu Ehren der Verstorbenen farbenfrohe Feste. Der Dia de los Muertos am 2. November gipfelt im Familienpicknick auf dem Friedhof und wurde wegen seiner aussergewöhnlichen Bräuche von der Unesco ins Weltkulturerbe aufgenommen.

Jean Renggli: RütlischwurDer Gründungsmythos als einende Geschichtskonstruktion

In der Schweiz besitzt die religiöse Ausrichtung für die nationale Identität heute laut einer Umfrage keine grosse Bedeutung. Das Meinungsforschungsinstitut Isopublic hat im Auftrag des Magazins Reader's Digest Schweizerinnen und Schweizer gefragt, was für sie die schweizerische Identität ausmache. Nur magere 3,5 Prozent der Befragten räumten der Religion eine ausschlaggebende identitätsstiftende Wirkung ein. Mit 35.5 und 34.4 Prozent liegen die gemeinsame Geschichte und die gemeinsamen Werte bei der Frage nach dem prägendsten nationalen Identifikationsmerkmal an erster und zweiter Stelle. Die Religion scheint hierzulande also nicht bestimmend für das Gefühl des Schweizerseins zu sein.


Haus der Religionen ©Simon Gaus
In den letzten Jahrzehnten sind in der Schweiz sowohl auf nationaler als auch regionaler und lokaler Ebene etliche Institutionen und Projekte initiiert worden, die sich dem interreligiösen Dialog widmen. Wie erwähnt geht weitaus der grösste Teil davon auf die Initiative von christlichen Kirchen oder von kirchlich engagierten Personen zurück und werden von diesen getragen. Im folgenden sollen beispielhaft einige Organisationen, Aktivitäten und Angebote vorgestellt werden.

©Simon GausZiele des interreligiösen Dialogs

Als ein Hauptziel des interreligiösen Dialogs kann die Förderung eines friedlichen Zusammenlebens in einer religiös heterogenen Gesellschaft genannt werden. Viele der Initiativen und Aktivitäten von interreligiösen Organisationen haben sich zum Ziel gesetzt, Begegnung gezielt zu fördern und damit Vertrauen zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften zu schaffen, Vorurteile abzubauen und zu einem besseren Verständnis füreinander und zu gegenseitigem Respekt beizutragen.

Die dreiteilige Serie zum Thema interreligiöser Dialog beschäftigt Interreligiöser Dialog verstanden? Wie ist dieses junge Phänomen überhaupt entstanden? Welches sind die Möglichkeiten und Grenzen des Dialogs? Welche nationalen und regionalen Akteure sind in der Schweiz in diesem Bereich tätig? Zudem wird mit einer ausführlichen Linkliste auf verschiedene Organisationen im Bereich des Dialogs verwiesen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Interreligiöser Dialog - ein junges Phänomen

Der Schweizerische Rat der Religionen, das Haus der Religionen, Interreligiöse Arbeitskreise und Foren, Woche der Religionen – die Institutionen, Angebote und Aktivitäten in der Schweiz, die sich dem interreligiösen Dialog widmen, sind heute zahlreich und schwierig zu überblicken.
Tatsächlich ist der interreligiöse Dialog ein eher junges Phänomen, das sich im Zusammenhang mit der zunehmenden religiösen Pluralität in der Schweiz so wie auch in anderen west-europäischen Ländern fast notwendigerweise entwickelt hat. Obwohl in den 1960er-Jahren mit der sogenannten Säkularisierungsthese angenommen wurde, dass Religion und Glauben zunehmend an gesellschaftlicher Bedeutung verlieren und aus dem gesellschaftlichen Leben verschwinden würden, sind Themen rund um religiöse Fragen heute in der Öffentlichkeit sehr präsent.

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