MünzenJeder ökonomische Akt ist ein Akt des Glaubens

Da ein Kreditschein nicht mehr den Nominalwert von Geld materiell ausdrückt, gilt für das Funktionieren der Wirtschaft einzig und allein der Glaube an den realsymbolischen Wert desselben (vgl. Schnaas 2012: 23-30). Börsen als Institutionen, deren Kerngeschäft gerade der Handel mit Wertpapieren ist, aktualisieren diesen Glaubensakt im täglichen Wirtschaften immer wieder. In Analogie zum Kirchen(raum) als Ort, in dem der Gläubige betet, über Gott nachdenken kann und dadurch seinen Glauben aktualisiert und bekundet, kann meines Erachtens die Institution der Börse verstanden werden.

Eroffnung Nacht der Religionen, Martin FischerVeranstaltungsbericht: Nacht der Religionen in Bern

Schon zum sechsten Mal fand am letzten Samstag (9. November) die Nacht der Religionen in Bern statt. Gefüllt mit 24 Veranstaltungen und offenen Türen bei insgesamt 29 Organisationen, warb die Nacht für gegenseitiges Verständnis und Toleranz. Das diesjährige Motto "Eins" sorgte dabei erstmal für Klärungsbedarf.

Krishna Prema, Woche der Religionen 2013Veranstaltungsbericht: Besuch des Krishna Tempels im Rahmen der Woche der Religionen

Das Zürcher Forum der Religionen koordiniert die diesjährige Woche der Religionen und versteht es, durch die diversen Anlässe einen Einblick in die multireligiöse Lebenswelt der urbanen Region zu ermöglichen. Das Interesse an der Begegnung mit anderen Glaubensformen scheint vorhanden, denn als der hinduistische Krishna-Tempel abends die Türen öffnet, drängen sich mehr Leute in den Tempelraum, als einen Sitzplatz finden können.

Dias de los MuertosWährend Allerheiligen und Allerseelen bei uns in der Schweiz eher besinnliche Tage sind, feiern die Mexikaner zu Ehren der Verstorbenen farbenfrohe Feste. Der Dia de los Muertos am 2. November gipfelt im Familienpicknick auf dem Friedhof und wurde wegen seiner aussergewöhnlichen Bräuche von der Unesco ins Weltkulturerbe aufgenommen.

Gegenwärtig sind es die staatlichen Akteure, die im Religionsunterricht zunehmend eine regulative Funktion wahrnehmen, d.h. sie machen Religion an der Schule zu einer politisch-pädagogischen Aufgabe. Daraus ergeben sich andere Formen eines werteorientierenden (Religions-)unterricht, wie z.B. Ethik und / oder Kulturerziehung. Wie darf man sich diese regulative Funktion denn nun eigentlich vorstellen? Und was vermögen Religionen in politisch-pädagogischer Hinsicht zu leisten?

Wandtafel ©freephotosFolgender Überblick orientiert sich an Fallbeispielen des Schlussberichtes über den Unterricht zum Thema Religion in der öffentlichen Schule, eine Untersuchung im Rahmen des NFP 58, Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft, aus dem Jahre 2010. Die gewählten Fallbeispiele decken wichtige Varianten des schulischen Unterrichts in der Schweiz ab. Zudem berücksichtigen sie die unterschiedlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der konfessionellen Prägung und der rechtlichen Staat-Kirche Beziehung.

Bucher ©Lubos HouskaDie Beitragsserie Religion im Schulunterricht erläutert unterschiedliche Formen des Religionsunterrichts und gibt anhand von Fallbeispielen einen Einblick in die Art und Weise, wie einzelne Kantone den Religionsunterricht regeln. Zudem diskutiert die Serie Möglichkeiten und Grenzen des Religionsunterrichts und verweist auf wichige Literatur (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). 

Hare Krishna TempelVeranstaltungsbericht: Ein religionswissenschaftliches Beobachtungsprotokoll aus dem Krishna-Tempel Zürich

Woher kommen die Informationen zum Thema Religion? Wie kommen die Daten zu religiösen Gemeinschaften zu Stande? Natürlich können die Gruppen selbst angefragt werden. Das ist bestimmt interessant, zeigt aber nur eine Sicht, die ihrige. Doch wie sind die Gruppen in die Schweizer Gesellschaft eigebettet, vernetzt und wie werden sie wahrgenommen? Diese Fragen werden von Religionswissenschaftlern bearbeitet, indem sie sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden wie Interviews, Beobachtungen und Umfragen anwenden.

Bible Belt, Creation MuseumVeranstaltungsbericht: Studienreise durch den Bible Belt

Der evangelikale Protestantismus übt nirgends eine so umfassende Wirkung auf Gesellschaft und Kultur aus, wie im US-amerikanischen Bible Belt. Die evangelikale Tradition und die damit einhergehenden religiösen Vorstellungen, Praktiken und Organisationsformen waren Gegenstand eines Seminars der Universität Zürich 2012. Abschluss des Seminars war die Reise durch den Bible Belt. Somit wurde Theoretisches erlebt und fassbar. 

YogaIn der Schweiz ist Yoga in den letzten Jahren zum Trendsport geworden  sie ist eines der Länder in Europa, in dem Yoga am meisten praktiziert wird. In praktisch allen Fitnesscentern sowie in anderen Trainingsorten werden Yogakurse angeboten. Das Angebot reicht von Power-Yoga zu Bikram- und Hatha-Yoga. Viele Krankenkassen unterstützen sogar finanziell den Besuch solcher Kurse. Dabei stellen sich aber einige Fragen: Ist Yoga wirklich ein Sport oder 'nur' eine Meditationsform zum Nutzen der Religion? Woher kommt Yoga eigentlich und was ist sein Ziel? Und wie ist es zu uns in die Schweiz gelangt?

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