Christian Labhart: Zwischen Himmel und ErdeFilrezension: "Zwischen Himmel und Erde - Anthroposophie heute" von Christian Labhart

Was assoziiert man nicht alles mit Steiners Anthroposophie: Schulen, in denen die Kinder von selig lächelnden Birkenstockträgerinnen unterrichtet werden, Toilettenartikel von Weleda oder Biomüesli von Demeter. Doch was steckt dahinter? Wer war dieser Rudolf Steiner und wie ist der Umgang mit seinem Erbe 85 Jahre nach dessen Tod? Handelt es sich bei der Anthroposophie um eine Weltanschauung, um eine Philosophie oder eben doch um eine Religion?

Oliver Demont, Dominik Schenker: Ansichten vom Göttlichen 22 Jugendliche

Buchrezension: "Ansichten vom Göttlichen. 22 Jugendliche" von Oliver Demont und Dominik Schenker

"Die heutige Jugend denkt nur an ihr Vergnügen, will nicht arbeiten und glaubt nicht an die Götter."
Diese Behauptung wurde nicht etwa auf Papier geschrieben, sondern in Ton eingeritzt, auf eine sumerische Keilschrifttafel – und zwar vor gut fünftausend Jahren. Seit jeher sind Jugendliche die Projektionsfläche von vielfach negativen Stereotypen Erwachsener. Doch „die heutige Jugend“ ist nicht weniger religiös als es Jugendliche zu anderen Zeiten waren.

Margret Bürgisser: Interreligiöser DialogRezension: "Interreligiöser Dialog" von Margret Bürgisser

Ein 50-Millionen teures Bauprojekt mit kommerzieller Mantelnutzung – nein, es handelt sich nicht um ein Fussballstadion, sondern um das geplante Haus der Religionen in Bern. Eine Schar Gläubiger, die zu später Stunde durch die Gegend pilgert? Auch kein Ranfftreffen, sondern die lange Nacht der Religionen im Zürcher Fluntern-Quartier.

So unterschiedlich die beiden Projekte in ihrer Grösse und ihrem Aufwand sind, zwei Dinge haben sie gemeinsam: beide haben sie sich dem interreligiösen Dialog verschrieben und beide werden sie im gleichnamigen Buch von Margret Bürgisser vorgestellt. Die Sozialforscherin hat die Praxis des interreligiösen Dialoges in der Schweiz wissenschaftlich untersucht und analysiert. Das Buch fasst die Ergebnisse der Befragung von 44 im Feld tätigen Personen zusammen und bildet die bisher erste und einzige Bestandesaufnahme des interreligiösen Dialogs in der Schweiz.

Gemeinsam weiterDie CVP-Initiative ‹Heiratsstrafe abschaffen› erhitzt momentan die Gemüter. Grund: Der Initiativtext definiert die Ehe als "Lebensgemeinschaft von Mann und Frau". Nicht nur wird der Mann – getreu der patriarchalen Tradition der Schweiz – an erster Stelle genannt, auch bekämpft dieser Initiativtext die parlamentarische Initiative ‹Ehe für Alle›.

Jaco van Dormael: Das brandneue TestamentFilmkritik: "Das brandneue Testament" von Jaco van Dormael

Ea. So heisst sie, die zehnjährige Tochter von Gott. Und ihr Vater, in Brüssel wohnhaft, ist keineswegs der barmherzige, gütige Gott, den das Neue Testament präsentiert. Nein, ihr Vater ist jähzornig, von Bosheit geplagt, alkoholabhängig – und gewalttätig. Nachdem er seine Tochter erneut mit dem Gurt verprügelt hat, beschliesst Ea von zuhause auszureissen.

Die Anschläge in Paris vom vergangenen Freitag haben weltweit Fassungslosigkeit ausgelöst! Nebst der Trauer und der Angst, die geschürt wird, erschweren die durch muslimische Attentäter verübten Angriffe die Situation von islamischen Glaubensgemeinden zusätzlich. Die Föderation islamischer Dachorganisationen Schweiz (FIDS) bekundet in einem öffentlichen Schreiben ihre Bestürzung.


Stellungnahme der FIDS

Stellungnahme FIDS

 

Das Jüdische Museum Berlin präsentiert auf dem Internet religionspädagogische Videos zu unterschiedlichen Themen. In einfacher Sprache und farbigen Bildern wird beisielsweise erläutert, dass die Gebetskette nicht nur bei den Katholiken, sondern auch bei den Hindus und Muslimen beliebt sind. Oder es wird beschrieben, wie Musliminnen ihr Kopftuch auf moderne Art und Weise binden. Zu den Videos.

Jérôme Garcin: Le VoyantCritique: « Le Voyant » de Jérôme Garcin

Dans son dernier livre, Jérôme Garcin emplit de couleurs et de tonalités recherchées un verbe sonnant fort et fier, celui de «  résister  ». Un verbe que l’auteur honore pour la seconde fois. En 1994, il rendait un hommage distingué à un résistant tombé dans le Vercors, un certain Jean Prévost alias «  Capitaine Goderville  ». Monsieur Garcin a le mérite d’honorer ceux qui ont lutté pour des valeurs et des droits, dont les racines prennent force et appui au plus profond du terreau de la liberté. Il est pénible de reconnaître que, tout comme Jean Prévost, le destin de Jacques Lusseyran fut de tomber dans l’oubli sombre et injuste d’une société qui préfère, trop souvent, porter honneurs à quelques demi-habiles.

Rudra BejartEinblick in die Seminarbeit: "L’Ecole-Atelier Rudra-Béjart et phénomène religieux"

Inspiré par les religions du monde, Maurice Béjart (Marseille 1927 – Lausanne 2007) fonde à Lausanne en 1992 une école de danse portant le nom du dieu védique – terrible et destructeur – Rudra. Pendant deux ans, de jeunes artisans de la danse sont formés à diverses disciplines artistiques et travaillent de huit heures à dix-neuf heures dans les locaux du Béjart Ballet Lausanne.

MünzenJeder ökonomische Akt ist ein Akt des Glaubens

Da ein Kreditschein nicht mehr den Nominalwert von Geld materiell ausdrückt, gilt für das Funktionieren der Wirtschaft einzig und allein der Glaube an den realsymbolischen Wert desselben (vgl. Schnaas 2012: 23-30). Börsen als Institutionen, deren Kerngeschäft gerade der Handel mit Wertpapieren ist, aktualisieren diesen Glaubensakt im täglichen Wirtschaften immer wieder. In Analogie zum Kirchen(raum) als Ort, in dem der Gläubige betet, über Gott nachdenken kann und dadurch seinen Glauben aktualisiert und bekundet, kann meines Erachtens die Institution der Börse verstanden werden.

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