Der Schweizer Psychologe C. G. Jung gilt als Pionier der Märchenforschung

Was können die Bilder der Märchen für den modernen Menschen bedeuten? Können Märchen auf der Suche nach Sinn und Lebensorientierung helfen? Und sie sind gar als Religionsersatz zu verstehen? Ein Gespräch mit Pater Bruno Lautenschlager SJ, der sich mit der Märchendeutung nach Carl Gustav Jung beschäftigt.

Eines ist einem Imam, einem Hindu-Priester oder einem buddhistischen Mönch und einer Nonne gemeinsam: Die Religionsgemeinschaften, gerade wenn sie wie in der Schweiz in der Minderheit leben, sind auf ihr "professionelles" Wirken angewiesen. Doch ist es nicht einfach, diese qualifizierten Religionsverantwortlichen für die Schweiz zu bekommen.

Vor etwas über einem Jahr sprach sich die Berner Kantonsregierung gegen die öffentlich-rechtliche Anerkennung einer freikirchlichen Organisation aus. Dies geschah nicht zuletzt aufgrund der politischen Brisanz des Themas. Wäre diese öffentlich-rechtliche Anerkennung zustande gekommen, wären andere religiöse Gemeinschaften - insbesondere die islamischen Gemeinschaften - sicherlich auch auf diesen Zug aufgesprungen. Eine Islamdebatte, die bei einem solchen Begehren zwangsläufig stattgefunden hätte, wollte man auf jeden Fall verhindern. Im Vordergrund standen zudem Zweifel an der Durchsetzung der Forderungen, welche die Freikirchen an eine öffentlich-rechtliche Anerkennung anknüpften.

Mit Religionsunterrichts die "drohenden Ignoranz" der kulturellen Hintergründe verhindern

Ausgehend von der Aufklärung und der Französischen Revolution – bis hin zum Versuch der ganzheitlichen Verbannung der Religion aus dem öffentlichen Raum – ist der Begriff der Säkularisierung in Europa fester Bestandteil des Diskurses geworden, unter anderem in Bezug auf die Rolle des Christentums in der öffentlichen Schule. Nicht zuletzt konnte das Christentum mit Hilfe des Begriffs der Säkularisierung quasi konserviert werden. Der Dachverband der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) hat in seiner Position vom letzten Oktober "dramatische Veränderungen" in den letzten Jahrzehnten festgestellt: Das Kruzifix an der Wand und die Schulgebete seien mit einigen wenigen Ausnahmen aus dem Schulzimmer verschwunden; die christlichen Feste verkämen immer mehr zu einem "kulturhistorischen Bildungsgegenstand".

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