Esther FouziIch und Religion

Ich wuchs innerhalb der reformierten Landeskirche auf, war aber auch Mitglied einer Freikirche. Schon als Jugendliche fand ich die Dreieinigkeitslehre befremdend. Drei in Einem, das ging nicht auf, und so betete ich sicherheitshalber zu Gottvater, Sohn und dem Heiligen Geist. Durch meine Beschäftigung mit Yoga geriet ich in Kontakt mit fernöstlichen Lehren und fühlte mich vor allem zum Buddhismus und der Reinkarnationslehre hingezogen. Später, durch den Kontakt mit meinem Mann, lernte ich den Islam kennen. Mit dem Islam hatte ich plötzlich eine Alternative und begann das Christentum, dessen Gottesverständnis und die Heilslehre zu hinterfragen. Warum sollte ein liebender Gott seinen eigenen Sohn hingeben müssen und zuschauen, wie dieser auf grausamste Weise sterben muss, nur damit uns Menschen die Sünden vergeben werden können? Könnte der Allmächtige nicht auch ohne Kreuzigung vergeben? So begann ich, einen vernunftgetragenen Zugang zu Gott zu suchen.

MARE NOSTRUM. Ein Konzert. Eine ReiseFilmrezension: "MARE NOSTRUM. Ein Konzert. Eine Reise" von Michelle Brun und Stefan Haupt

Der Plot des Films ist schnell erzählt: Jordi Savall und sein Ensemble Hespèrion XXI kommen nach Buchs SG für ein Konzert, in dem Schüler_innen der Scuola Vivante bei vier Stücken mitsingen. Einen Monat nach dem Konzert unternehmen die Schüler_innen eine Bildungsreise nach Ait Bouguemez, einem Berber_innendorf im hohen Atlas Marokkos und berichten von ihren Erlebnissen.

Kirchen sterben aus – aber nicht Freikirchen. Tanzende und singende Menschen erleben Gott auf eine neue Art und Weise. Dabei gleichen Gottesdienste von Freikirchen mehr Rock- oder Pop-Konzerten als einer besinnlichen Andacht. In den Medien wird von Sekten gesprochen, die mit ihrem alterspezifischen Angebot vor allem Jugendliche überzeugen. ICF ist eine dieser populistischen Freikirchen.

Am 05. Juni wird wieder abgestimmt. Zur Erläuterung der eidgenössischen Vorlagen hat die Bundeskanzlei erstmals Videos veröffentlicht. Damit sollen die konventionellen Abstimmungsunterlagen ergänzt werden. Die Bundeskanzlei möchte mit den Filmen ein zeitgerechteres Kommunikationsmedium verwenden, das den Informationsgewohnheiten eines Grossteils der Bevölkerung entspreche.

Daria Pezzoli-Olgiati, ©Universität ZürichVerabschiedung von Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati im Rahmen des 10-Jahre-Jubiläums des Zentrums für Religion, Wirtschaft und Politik

Nach beinahe sechs Jahren als Leiterin des ZRWPs verlässt Daria Pezzoli-Olgiati die Universität Zürich nach München. Nicht ganz freiwillig – muss an dieser Stelle eingeschoben werden. Prof. Dr. Thomas Schlag, Dekan der Theologischen Fakultät Zürich meint: „Unter günstigeren Voraussetzungen wäre der Weggang vermeidbar gewesen. Dieses Kapitel ist kein Ruhmesblatt für die Universität.“ Was sich hinter den Kulissen genau abgespielt hatte, wird die Öffentlichkeit wohl nie erfahren. Klar ist, dass das von Pezzoli-Olgiati mit aufgebaute ZRWP stets um finanzielle Unterstützung bangen musste. „Diese Sparpolitik, dieses Hin und Her, stehen der Leistung von Daria Pezzoli-Olgiati und ihrem Forschungsteam diametral entgegen“, so Thomas Schlag weiter.

ZRWP LogoSeit der Gründung des Zentrums für Religion, Wirtschaft und Politik (ZRWP) sind 10 Jahre vergangen. An der Jubiläumsveranstaltung in Zürich haben acht Referent_innen in die Vergangenheit geschaut, die Gegenwart analysiert und ein Blick in die Zukunft gewagt.

Senata WagnerIch und meine religiöse Sozialisation

Religion und ich, das war seit jeher ein ambivalentes Verhältnis. Den Draht zu etwas Göttlichem habe ich nie gefunden – obwohl ich fest vorhatte, religiös zu werden als Kind. Wie mein Grosi und mein Omi wollte auch ich an einen lieben Gott glauben, der sich alle meine Sorgen anhört, der mir Trost spendet und mir den Weg weist. Als kleine Bohne, vielleicht vierjährig, begleitete ich meine Omi sonntags einmal in den katholischen Gottesdienst. Ich war mucksmäuschenstill, lauschte dem Pfarrer und vermittelte den Eindruck, als ob mich die Predigt fesseln würde.

Eine Forscher_innengruppe der der Universität Bern bittet um Beteiligung an der Internet-Befragung mit dem Namen 'Xenosophie-Projekt'.Xenosophie-Projekt

„Wie können Religionen zu einem friedlichen Miteinander von Menschen in der Schweiz beitragen?" Zu diesem Thema arbeiten die Forscher im „Xenosophie-Projekt" an der Universität Bern. Sie befragen dazu Christen, Muslime und Juden, wie sie die eigene und andere Religionen wahrnehmen und auch dazu, was sie selber glauben. Es wird besonders danach geforscht, unter welchen Bedingungen jemand die Begegnung mit der anderen Religion als bereichernd erlebt. Der Fragebogen kann in acht verschiedenen Sprachen ausgefüllt werden.

Jesus Christ SuperstarDer Musical-Welterfolg mit Starbesetzung aus dem Londoner West End

Ein Musical über Jesus Christus – das hatte auf diese Art und Weise noch niemand gewagt: Jesus Christ Superstar nannten Andrew Lloyd Webber und Tim Rice ihr revolutionäres Werk, mit dem sie vor über 40 Jahren ihren grossen Durchbruch feierten.

Adrian Vatter: Vom Schächt- zum MinarettverbotBuchrezension: "Vom Schächt- zum Minarettverbot" von Adrian Vatter (Hg.)

"Stärker als viele andere Länder ist die Schweiz im Verlaufe ihrer Geschichte von religiös motivierten Glaubenskonflikten geprägt worden. […] Dass die Schweiz an diesen religiös dominierten Konflikten nicht zerbrach, sondern trotz konfessioneller und sprachlicher Heterogenität zusammenwuchs, führen Sozialwissenschaftler auf die hohe Integrationskraft ihrer politischen Institutionen zurück."

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