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türkei urfa halil rahman moschee freitsgagebet2Das arabische Wort islam bedeutet übersetzt «Hingabe an Gott / Unterwerfung unter Gott» und bezieht sich auf das Verhältnis zwischen Gott und Mensch. Analog dazu bezeichnet die Partizipform muslim einen Menschen, der «sich Gott unterwirft / hingibt». Nach diesem Selbstverständnis verkörpert der islamische Glaube den endgültigen und reinen Ein-Gott-Glauben, der von Muhammad als letztem Propheten verkündet und gelebt wurde. Er steht in der Tradition der anderen abrahamitischen Religionen, des Judentums, von dem einige kulturelle Praktiken wie das Schächten von Tieren, die Beschneidung von Knaben und das Bilderverbot übernommen wurden, aber auch des Christentums, dessen Spuren in der Verehrung des Propheten Isa ibn Maryam (arabischer Name von Jesus von Nazaret) und seiner Mutter Maria sichtbar werden.

Verbreitung und Organisation

Weltweit ist der Islam mit rund1,8 Milliarden Anhängern nach dem Christentum die zweitstärkste Religionsgemeinschaft. Auf der Arabischen Halbinsel entstanden ist der Islam heute am stärksten in Indonesien und auf dem indischen Subkontinent vertreten, mit ebenfalls grossen Gruppen in Nordamerika und Westeuropa. In der Schweiz stellen Musliminnen und Muslime die grösste Religionsgemeinschaft nach den beiden christlichen Konfessionen (römisch-katholisch und evangelisch-reformiert) dar.

Historische Entwicklung

Die Entstehung der islamischen Religion und ihre frühe Phase sind in der historischen Forschung nicht allzu gut gesichert, da verlässliche Zeugnisse erst aus späteren Epochen existieren. Gemäss dem islamischen Selbstverständnis hatte sich Religionsstifter Muhammad 609 n.u.Z. im Alter von 40 Jahren in seiner Heimatstadt Mekka ein Handelsunternehmen aufgebaut, als er sein religiöses Erweckungserlebnis hatte. Er zog sich ins Gebirge zurück, um zu beten und zu fasten. Auf dem Berg Hira erlebte er Visionen, Auditionen und Erscheinungen des Engels Gabriel (dschibril), der ihn aufforderte, das «Wort Gottes» zu rezitieren. Damit beginnt die islamische Offenbarung – der Überlieferung nach in der «Nacht der Bestimmung» (leilat al-qadr) im Fastenmonat Ramadan.

Zunächst stiess Muhammad bei der Bevölkerung Mekkas auf grossen Widerstand, der schliesslich in offene Feindschaft umschlug – unter anderem, weil er die strikte Verehrung eines einzigen Gottes, nämlich Allahs forderte. Dies stellte in Mekka den verbreiteten polytheistischen Kult in Frage und bedrohte die einträgliche Stellung der Stadt als Wallfahrtszentrum. Mit der erzwungenen Auswanderung aus Mekka (hidschra) im Jahr 622 beginnt die islamische Zeitrechnung. Muhammad und seine Anhänger siedelten sich in der Oase Yathrib an, die später Medina, die «Stadt (des Propheten)» genannt wurde.
In den folgenden Jahren gelang es Mohammad, der als Schiedsrichter nach Yathrib berufen war, verschiedene verfeindete Stämme der Gegend unter dem Banner der neuen Religion zu einen, welche den Ein-Gott-Glauben über Clans und Abstammungsverhältnisse setzte. Dazu dienten auch militärische Eroberungen und eine geschickte Heiratspolitik. Unter seiner Führung nahmen die Muslime schliesslich die Stadt Mekka ein und breiteten das islamische Reich bis fast über die gesamte arabische Halbinsel aus, bis an den Süden Syriens. Muhammad starb 632 in Medina.
Über die Frage seiner Nachfolge entstand in der islamischen Gemeinschaft ein Streit mit weitreichenden Folgen. Nach den ersten Kalifen (Nachfolger) Abu Bakr, Umar und Uthman wurde Ali, ein Cousin und Schwiegersohn Muhammads, eingesetzt. Er war aber umstritten, und nach seiner Ermordung kam es zu rivalisierenden Anführern. Die Anhänger Alis, welche nur leiblichen Verwandten Muhammads die Berechtigung der Gemeindeleitung zusprachen, anerkannten Alis zweiten Sohn Hussein als Imam. Nachdem dieser bei der Schlacht von Kerbala im heutigen Irak ermordet wurde, war die erste Spaltung der islamischen Gemeinschaft vollzogen. Bis heute äussern sich diese Spannungen in kriegerischen Auseinandersetzungen.

Die Anhänger der ersten drei Kalifen nennen sich in Abgrenzung zu den Schiiten ah las-sunna (Volk der Tradition) und machen heute die grösste Gruppe unter den Muslimen aus. Sie begründeten zunächst die Dynastie der Umayyaden und später der Abbasiden, die ihren Regierungssitz nach Bagdad verlegten. In den folgenden Jahrhunderten prägten verschiedene Reiche und politische Systeme das muslimische Leben weltweit. Für Europa wurde insbesondere das Osmanische Reich entscheidend. Es entwickelte sich seit Anfang des 14. Jh. im nordwestlichen Anatolien und übernahm allmählich eine militärische Vorrangstellung in der islamischen Welt. 1453 eroberten die Osmanen und Sultan Mehmet II. Konstantinopel (das heutige Istanbul) und erklärten es zur neuen Hauptstadt. Auch viele Länder des Balkans standen jahrhundertelang unter osmanischer Verwaltung. Nach seinem Zerfall im Nachgang des Ersten Weltkriegs wurde im Kerngebiet Anatolien 1923 als Nachfolgestaat die Republik Türkei gegründet. Im Verlauf des 19. und 20. Jh. fanden die einzelnen Staaten der muslimischen Grossreiche ihren eigenen Weg, die religiöse Grundlage in ihre politischen Organisationsformen zu integrieren: die Bandbreite reicht heute von der zumindest pro forma säkular eingestellten Türkei bis zu radikalpolitischen Experimenten wie das des Islamischen Staats (IS).

Lehre

 Der Koran (Rezitation) gilt Musliminnen und Muslimen als unerschaffenes Wort Gottes. Da sich Muhammad zu den Arabern gesandt wusste, ist die Sprachform auch religiös wichtig. Auch in der besten Übersetzung – so die islamische Auffassung – kann der Koran nie wirklich erfasst werden.

Koran2Der Koran enthält 114 Suren (Abschnitte), die seit seiner abschliessenden Redaktion etwa 20 Jahre nach dem Tod Muhammads ihrer Länge nach geordnet sind. Im Koran finden sich Lebensregeln und Gesetze, ebenso aber sprachgewaltige Bilder, eindringliche Ermahnungen zur Umkehr sowie als warnendes Beispiel Geschichten über den verfehlten Umgang anderer Völker mit ihren Propheten. Thematisierte Muhammad in der Zeit vor der Auswanderung vor allem die innere, demütige Hinwendung zu Gott und eine Lebensführung im Angesicht des drohenden Strafgerichts am Jüngsten Tag, traten in der «medinensischen Phase» der Offenbarung konkrete organisatorische und politische Fragen in den Vordergrund. Neben der Beziehung der Menschen zu ihrem Schöpfer ging es zunehmend auch um die Beziehung der Menschen untereinander. Es galt, die rasch wachsende islamische Gemeinde zu konsolidieren, die unterschiedlichen Traditionen der Neumuslime zu integrieren und Regeln für ein funktionierendes Gemeinwesen zu schaffen. Daher beinhaltet die Heilige Schrift der Muslime auch Verse mit Regelungen, die für das später entwickelte Familien- und Strafrecht wichtig wurden. Auch das Verhältnis zu anderen Religionen bekam in dieser Phase eine neue Gewichtung. Äussern sich frühe Koranverse mehrheitlich positiv über Juden und Christen, die als «Schriftbesitzer» bezeichnet werden, so nehmen im weiteren Verlauf kritische und feindliche Äusserungen zu. Der historische Hintergrund war, dass die jüdische Gemeinde in Medina Muhammad nicht als legitimen Gottesgesandten anerkannte, weshalb es zu Vertreibungen und Exekutionen an jüdischen Stämmen kam; der christlichen Vorstellung von der Trinität setzte er den strikten Ein-Gott-Glauben entgegen.

Die islamischen Normen sind ganzheitlich ausgerichtet. Ihr Anspruch lautet, alle Bereiche des (muslimischen) Lebens zu regeln und beziehen sich auf Gebet, Speisen, Kleidung, Glücksspiel und Erziehung, Erbrecht, Handel oder Krieg. Dieser umfassende Anspruch des göttlich gedachten Rechts kommt in der Bezeichnung scharia (Weg (zur Tränke)) zum Ausdruck. Gleichwohl ist scharia kein abgeschlossenes Gesetz, sondern im Kern ein System zur immer neuen Rechtsfindung.

Religiöse Praxis

Das islamische Glaubensbekenntnis shahada besagt: «Es gibt keine Gottheit ausser Gott, und Muhammad ist der Gesandte Gottes.» (La ilaha illa-llah, muhammad rasul ul-llah). Gleichzeitig wird Muhammad in einer langen Reihe von Gesandten betrachtet, gilt aber gleichsam als ihr «Siegel», als Letzter. Die shahada wird von gläubigen Muslimen zu zahlrechen Gelegenheiten gesprochen und kommt auch im muslimischen Gebetsruf adhan vor. Das bewusste Aussprechen der shahada vor zwei Zeugen gilt als Übertritt zum Islam.

Das fünfmalige Gebet am Tag ist – nach dem Glaubensbekenntnis – der zweite «Pfeiler» des Islams und bestimmt den Tagesablauf praktizierender Muslime und Musliminnen. Beim Sonnenaufgang, zur Mittagszeit, am Nachmittag, bei Sonnenuntergang und beim Einbruch der Nacht wird zum Gebet gerufen. Dem vollständigen Gebet voraus geht eine rituelle, bis ins Detail geregelte Waschung. Das Gebet kann überall stattfinden und ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Befindet man sich unterwegs, wird ein Gebetsteppich verwendet. Da der heutige Arbeitsalltag nicht mehr alle für das Gebet nötigen Pausen zulässt, können diese auch verschoben und vorgezogen oder zu einem späteren Zeitpunkt «nachgeholt» werden.
Frauen beten traditionell meist zu Hause, Männer kommen in der Moschee zusammen. Fast immer wird das Gebet auf Arabisch gesprochen und besteht aus einer festgelegten Anzahl von Abschnitten aus dem Koran. Es wird von einem Vorbeter geleitet (imam), wobei prinzipiell jeder männliche Muslim diese Aufgabe übernehmen kann. Das ausführliche Freitagsgebet, das für Männer verpflichtend ist und das vermehrt auch Frauen besuchen, besteht zusätzlich aus einer Predigt, die in der Schweiz meist in der Muttersprache der Mehrheit der Mitglieder gehalten wird.

Der dritte Pfeiler ist die Almosenpflicht (zakat), welche vorgibt, einen bestimmten Teil seines Einkommens (meist zwischen fünf und zehn Prozent) an Arme und Bedürftige abzugeben. In einigen wenigen islamischen Ländern wie Saudi-Arabien, Malaysia und Pakistan ist die Zakat Teil der Staatssteuer. In Europa wird die Almosenpflicht als freiwillige Abgabe verstanden.

Der vierte Pfeiler ist das Fasten. Während 30 Tagen im Fastenmonat Ramadan, der sich aufgrund der Ausrichtung am Mondzyklus jedes Jahr um zehn bis elf Tage gegenüber dem gregorianischen Kalender vorverschiebt, verzichten Musliminnen und Muslime von Sonnenauf- bis Sonnenuntergag auf Essen und Trinken, enthalten sich des Geschlechtsverkehrs und sind angehalten Streitigkeiten und negative Gedanken einzustellen. Als Tugend gilt auch, während dieser Zeit den ganzen Koran zu lesen. Von der Fastenzeit ausgenommen sind Kranke, Reisende und Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit. Der Abend eines jeden Fastentages wird mit dem «Fastenbrechen» (iftar) eingeleitet, zu dem die Familie, aber auch Freunde und Bekannte zusammenkommen. In Europa hat sich der Brauch eingespielt, einen Iftar im Ramadan als interreligiösen Anlass zu nutzen und Angehörige anderer Religionen oder Vertreterinnen und Vertreter von Behörden einzuladen. Am Ende des Ramadans findet das dreitägige Eid al-fitr (Fest des Fastenbrechens) statt, bei dem Kinder und Bedürftige traditionell neue Kleider und Geschenke erhalten. Da dieser Anlass von weit mehr Musliminnen und Muslimen besucht wird, als sich normalerweise zum Gebet einfinden, mieten viele Gemeinschaften für Eid al-fitr einen grossen Saal.

Als letzter Pfeiler gilt die Pilgerfahrt (hadsch), die als Reinigung von Vergehen und Chance auf einen Neuanfang verstanden wird. Die Pilgerfahrt gilt als religiöse Pflicht für Männer wie für Frauen – sofern es die Gesundheit zulässt und die Reise die Versorgung der Familie nicht gefährdet. Der Hadsch führt nach Mekka und in die angrenzende Umgebung, die religiös gedeutet wird und für Nichtmuslime nicht zugänglich ist. Insbesondere wird auf den Stammvater Abraham Bezug genommen, dessen verstossene Frau Hagar mi ihrem Sohn Ismael nach der islamischen Überlieferung in der Gegend nach Wasser gesucht hat, und der selbst später mit seinem Sohn das religiöse Heiligtum, die Kaaba - ein würfelartiges Gebäude mit einem aussen eingemauerten schwarzen Meteoriten – errichtet haben soll. Gebetsteppich3Unterschieden wird zwischen dem «grossen» Hadsch und der umra – der «kleinen Pilgerreise». Während letztere zu jeder Zeit im Jahr möglich ist, findet der «grosse Haddsch» während des zwölften Monats im islamischen Kalender statt. Dann strömen Millionen von Pilgerinnen und Pilgern zu den heiligen Stätten auf der arabischen Halbinsel. Höhepunkt des «grossen» Hadsch ist das Opferfest (eid al-adha). In der arabischen Welt werden anlässlich des Opferfestes Tiere, meist Schafe geschlachtet und das Fleisch wird mit Verwandten, Freunden und Armen geteilt. In der Schweiz haben sich einige islamische Kulturvereine auf die Organisation von Pilgerfahren spezialisiert; daneben gibt es auch entsprechende Reisebüros.

Besonderheiten in der Schweiz

Seit über 50 Jahren leben Musliminnen und Muslime in der Schweiz, wobei ihr Anteil an der Schweizer Bevölkerung stets anstieg. 1970 lebten noch rund 15'300 Personen muslimischen Glaubens in der Schweiz, im Jahr 2016 schätzte das Bundesamt für Statistik den Anteil auf 362’ 970 Personen, ca. 4,5 Prozent in der Bevölkerung.
Die Einwanderung von Musliminnen und Muslimen geschah in Phasen. In den frühen 1960er Jahren wanderten vor allem muslimische Männer aus der Türkei ein, die als Arbeitskräfte in der Wirtschaft der Nachkriegszeit benötigt wurden. Ab den 1980er Jahren erreichen politisch Verfolgte und Kriegsflüchtlinge vor allem aus Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo die Schweiz. Seit 2013 ist die Ankunft muslimischer Flüchtlinge aus dem Nahen Osten (Syrien, Irak) und Nordafrika zu beobachten, sowie aus Regionen südlich der Sahara. Bis heute prägt die Zugehörigkeit zur jeweiligen Volksgruppe das Erscheinungsbild vieler muslimischer Organisationen in der Schweiz. Einige grössere Gemeinschaften mit albanischem, mazedonischem oder bosnischem Hintergrund wechseln die Kommunikationssprache nach und nach in die Landessprache, wobei die neue Präsenz arabischsprachiger Gläubiger die Gemeinschaften vor Herausforderungen stellt.

Schweizweit gibt es mindestens 315 muslimische Gemeinschaften. An vielen Orten hat die lokale muslimische Gemeinde ein Gebäude – oft im Industriequartier – erworben und nach eigenen Bedürfnissen umgestaltet. Obgleich sie häufig «Moscheen» genannt werden, trifft diese Bezeichnung nur halb zu. Die Lokalitäten der Schweizer Musliminnen und Muslime beinhalten meist einen Gebetsraum, dessen Boden mit Teppichen ausgelegt ist, Koransuren oder Darstellungen der Kaaba in Mekka, sowie einen Vorraum für das Ausziehen der Schuhe und einen Waschraum für die rituelle Waschung. Im Gebetsraum der Männer findet sich stets eine Kanzel (minbar) und eine Nische (mihrab), welche nach Mekka ausgerichtet ist und die Gebetsrichtung anzeigt. Einige Gebetshäuer verfügen über separate Räume für Frauen, in anderen beten Frauen im hinteren Teil des Raumes.
Analog zur Multifunktionalität der Moscheen in islamischen Ländern gibt es auch in der Schweiz häufig eine angeschlossene Café-Stube, einen Vorraum zum gemeinsamen TV-Schauen und einen Saal, der für Hochzeiten oder andere Familienfeste gemietet werden kann. Die eindeutige Identifikation eines Gebäudes als Moschee – z.B. durch ein Minarett – hat eine lange Tradition; in der Schweiz gibt es hingegen nur vier Minarette. Seit der Annahme der Initiative «Gegen den Bau von Minaretten» dürfen keine weiteren errichtet werden.

In den Moscheen werden Zeitungen aus dem Heimatland zur Lektüre ausgelegt, Familien in Erziehungs- und Integrationsfragen beraten und Kinder religiös unterwiesen. Häufig gehören auch die rituelle Totenwäsche und die Überführung des Verstorbenen ins Heimatland zu den Aufgaben einer Moschee. Doch der Anteil an Personen, die in der Schweiz beerdigt werden, steigt. An mehreren Orten gibt es mittlerweile islamische Grabfelder. Schätzungen zufolge nehmen etwa zehn Prozent der muslimischen Bevölkerung am organisierten Vereinsleben teil, zahlen den Mitgliederbeitrag und tauchen damit auch in der Statistik der jeweiligen Gemeinschaft auf. Einige Moscheen bieten Führungen an und sind für Besuche von Schulklassen geöffnet.
Seit mehreren Jahren schliessen sich Musliminnen und Muslime in der Schweiz über sprachlich-kulturelle Grenzen hinweg zu grösseren Dachverbänden zusammen. Auf nationaler Ebene existiert seit 2006 die Föderation islamischer Dachorganisationen der Schweiz (FIDS), weitere Verbände sind ethnisch oder sprachlich ausgerichtet oder an einem bestimmten Frömmigkeitsstil orientiert. All diesen Verbänden ist gemein, dass sie den Behörden als Ansprechpartner dienen und Kräfte bündeln möchten, um zentrale Anliegen der Religionsgemeinschaften, wie das Angebot von Religionsunterricht in der öffentlichen Schule, islamische Spitalseelsorge oder die Einrichtung von Gräberfeldern zu koordinieren. Auch die öffentlich-rechtliche Anerkennung wird von einigen Verbänden angestrebt.

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Hazoor in Schweiz

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat AMJ ist eine weltweit verbreitete islamische Reformbewegung. Die Bedeutung des Namens „Ahmadiyya“ ist umstritten. Gemäss Aussagen von Ahmadis beziehe er sich nicht auf Mirza Ghulam Ahmad, den Gründer der Bewegung, sondern verweise auf „Ahmad“ als zweiten Namen des Propheten Mohammed, der im Koranvers 61:7 erwähnt ist. Insbesondere in islamischen Kreisen wird die Ahmadiyya als ketzerisch und nicht dem Islam zugehörig wahrgenommen. Ansonsten sind die Einschätzungen der Gemeinschaft vielfältig. Ihr Spektrum reicht von der positiven Wahrnehmung als eine Organisation mit hoher Integrationsbereitschaft bis hin zur islamischen, fundamentalistischen Sekte.

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