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Die Sathya Sai Baba Bewegung besteht aus AnhängerInnen (Devotees) des indischen Gurus Sathya Sai Baba (1928-2011). Er wurde in einem Dorf im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh geboren, hat aber im Lauf seines Lebens Devotees in ganz Indien und in vielen weiteren Ländern der Welt gewonnen. Sathya Sai Baba ist einer der bekanntesten und auch kontroversesten indischen Gurus des 20. Jahrhunderts. Er ist besonders bekannt für seine Wundertätigkeiten wie z.B. das plötzliche Materialisieren von heiliger Asche oder von Schmuckstücken. Er lehrte eine Form des religiösen Universalismus, bei der allerdings hinduistischen Konzepten und Praktiken eine zentrale Rolle zukommt. Seine Lehrinhalte sind ähnlich wie diejenigen anderer Vertreter des Neo-Advaita bzw. Neo-Vedanta.

Ein Teil von Sathya Sai Babas Devotees ist in der offiziellen Sathya Sai Baba Organisation aktiv, es gibt aber auch Devotees, die wenig bis gar nicht an die Organisation gebundene sind. Seine Devotees sehen in Sathya Sai Baba einen Avatar, d.h. einer Gottheit, die sich in einem menschlichen Körper manifestiert, die omnipräsent, allmächtig und allwissend ist und die die Menschheit von der gegenwärtigen Krisenzeit in ein neues besseres Zeitalter führen wird. Wie viele guruzentrierte Bewegungen steht die Sathya Sai Baba-Bewegung in der Kritik, die Verehrung des Gurus sei von bedenklich grossem Ausmass. Sathya Sai Baba wird ausserdem Betrug und sexueller Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen.

Verbreitung und Organisation

Der grössere Teil von Sathya Sai Babas Devotees lebt in Indien oder stammt ursprünglich aus Indien, es gibt jedoch auch Devotees aus diversen weiteren Ländern. Genaue Zahlen sind nicht verfügbar und es ist ausserdem schwer, ausser den Mitgliedern der offiziellen Organisation auch die nicht organisierten Devotees zu erfassen. In offiziellen Dokumenten der Organisation ist oft unspezifisch von „Millionen“ von weltweit verstreuten Devotees die Rede, was höchstwahrscheinlich übertrieben ist. Eine realistische Schätzung ist vermutlich die Zahl von max. 900‘000 Devotees ausserhalb Indiens und max. 2 Millionen Devotees in Indien. Nach eigenen Angaben ist die Organisation zurzeit in 126 Ländern ausserhalb Indiens aktiv.

Die Sathya Sai Baba Organisation ist ziemlich komplex aufgebaut und besteht aus fünf zentralen institutionellen Einheiten sowie sehr vielen weiteren Sub-Institutionen. Bis zu seinem Tod wurden diese Institutionen alle von Sathya Sai Baba allein geleitet, heute treffen verschiedene Gremien die Entscheidungen. Kern der Organisation sind das Prashanti Council mit fünf Mitgliedern und die Sri Sathya Sai World Foundation mit vier Mitgliedern (wovon zwei auch dem Prashanti Council angehören). Diese beiden Gremien entscheiden über finanzielle und personelle Belange, die Aktivitäten der weiteren institutionellen Einheiten, diverse Regelungen und auch theologisch-inhaltliche Schwerpunkte. Die einflussreichste Person mit der Rolle des Chairmans in diesen beiden Gremien und der Organisation insgesamt ist Dr. Narendranath Reddy, ein aus Indien stammender und in Kalifornien wohnhafter Arzt. Zuständig für Schulen und Spitäler, diverse weitere Hilfsprojekte und die Verteilung von Spendengeldern ist der Sathya Sai Central Trust, der heute von einem Board of Trustees mit neun Mitgliedern geführt wird. Als Dachinstitution für alle indischen Zentren, Gruppen und Organisationen dient die Sri Sathya Sai Seva Organization. Die indischen Organisationseinheiten sind entsprechend der indischen Bundesstaaten gegliedert.

Alle ausserindischen Organisationseinheiten sind unter dem Dach der Sathya Sai International Organization eingebunden. Diese internationale Organisation ist in 9 Zonen aufgeteilt, die wiederum in Regionen aufgegliedert sind. Jedes vertretene Land mit einer anerkannten nationalen Sathya Sai Organisation wird einer solchen Region zugewiesen. Jede nationale Organisation wird von einem National Coordinator und einem Koordinationskomitee geleitet. Untereinheiten auf nationaler Ebene sind die sogenannten Zentren und Gruppen. Eine Gruppe besteht aus mindestens drei Personen, die sich zu regelmässigen gemeinsamen Aktivitäten verpflichten in mindestens einem der drei folgenden Bereiche (Wings): Devotion (spirituelles Singen, rituelle Praxis und Mediation, Studieren von Sai-Literatur), Service (gemeinnützige Einsätze) und Education (Studienkreise, Bildungsprojekte für Kinder und Erwachsene nach Sathya Sai Babas Konzept der „Erziehung in menschlichen Werten“).

Besteht eine Gruppe aus mehr als neun Personen und organisiert Aktivitäten in allen drei Wings, so können kann sie die institutionelle Form eines Zentrums annehmen. Gruppen und Zentren sind nach einer vorgegebenen Struktur organisiert und wählen ihr Leitungsgremium aus sogenannten Office Bearers selbst. Dieses besteht aus PräsidentIn und Vize-PräsidentIn sowie je einer zuständigen Koordinationsperson für die Aktivitäten der drei Wings. Zusätzlich kann bei Bedarf ein Kassier sowie eine für den Bereich Young Adults zuständige Person bestimmt werden. Ein regelmässiger Wechsel der Office Bearer ist vorgesehen, um eine Machtkonzentration zu vermeiden.

Mitglied der offiziellen Organisation kann jeder werden, der nach eigenen Aussagen nach spiritueller Entwicklung strebt, sich an den Lehren von Sathya Sai Baba orientieren will, die Verhaltensregeln eines festgelegten Code of Conduct einhalten will und dies mit einer Unterschrift bestätigt. Die Teilnahme an Veranstaltungen der Organisation und anderen Praktiken zur Verehrung des Gurus ist aber auch als Nicht-Mitglied möglich. Mitglieder tragen finanziell dazu bei, dass z.B. die Miete für Räumlichkeiten und Anlässe gedeckt sind und spenden nach eigenem Ermessen für Hilfsprojekte der Sathya Sai Baba Organisation. Festgelegte Mitgliederbeträge gibt es nicht.Der Austritt aus der Organisation ist jederzeit möglich, es gibt dafür kein besonderes Prozedere, sondern die Mitgliedschaft erlischt automatisch, wenn die Person nicht mehr an Veranstaltungen teilnimmt. Die Organisation unterhält mit dem Sri Sathya Sai Sadhana Trust und Radio Sai Global Harmony sowie verschiedenen Subeinheiten diverse Medienkanäle, auf denen Informationen Interessierten zugänglich gemacht werden. Nationale Organisationen in vielen Ländern unterhalten ein eigenes Buch- und Medienzentrum, die kleinere Publikationen in der lokalen Sprache, Bulletins mit gesammelten Beiträgen u.ä. erstellen und verbreiten. Die Organisation ist explizit nicht aktiv missionierend. Bei gemeinnützigen Einsätzen und an öffentlichen Veranstaltungen wie z.B. Walks for Values zeigen sich Sai-Devotees öffentlich als moralische Vorbilder, die meisten Veranstaltungsformate sind jedoch auf interne Interessenten und Ziele ausgerichtet und werden in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen.

Historische Entwicklung

Der Legende nach war bereits Sathya Sai Babas Geburt von aussergewöhnlichen Ereignissen begleitet worden und er sei als Kind durch besonderes Verhalten, aussergewöhnliches künstlerisches Talent und der Fähigkeit zu Materialisierungen aufgefallen. Im Alter von 14 Jahren hat er deklariert, dass er die Inkarnation des einige Jahre zuvor verstorbenen Shirdi Sai Baba sei und ab sofort ein von Gott gelenktes Leben führen werde. In den folgenden Jahren erlangte er stetig mehr Bekanntheit und wurde nicht nur von lokalen Personen besucht und um Rat gefragt, sondern machte sich auch überregional einen Namen als Heiliger und godman. Seine Anhänger hatten die Möglichkeit zur persönlichen Interaktion mit ihm und ermöglichten den Bau eines Ashrams. Nach grösserer Reisetätigkeit in Indien und zunehmender nationaler Bekanntheit deklarierte er schliesslich 1963, er sei nicht nur eine Wiedergeburt Shirdi Sai Babas, sondern ein Avatar, eine Inkarnation des göttlichen Bewusstseins in einem menschlichen Körper. Ab den 60er Jahren reisten auch erste westliche Sinnsucher nach Indien, manche davon wurden zu ersten nicht-indischen Devotees von Sathya Sai Baba. Im Lauf der 80er und 90er Jahre vergrösserte sich seine Anhängerschaft und auch seine mediale Präsenz innerhalb und ausserhalb Indiens immer mehr. Durch die grosse Zahl und vielleicht auch die Diversität seiner Anhängerschaft nahm der Kontakt zwischen ihm und den Devotees zunehmend die Form des Darshans an. Dabei warteten tausende von Personen im Ashram auf seine zwei Mal täglich stattfindenden Auftritte, um einen Blick mit dem Guru zu wechseln, die Materialisierung von heiliger Asche (vibhuti) mitzuerleben oder sogar zu einem persönlichen Gespräch eingeladen zu werden.

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Ab Mitte der 90er Jahre äusserten mehrere Devotees schwere Kritik an Sathya Sai Baba: Er soll Minderjährige sexuell missbraucht haben. Auch von aussenstehenden Beobachtern wurde ihm Betrug und Irreführung vorgeworfen, besonders seine Materialisierungen seien nicht mehr als einfache Taschenspielertricks. Sathya Sai Baba wurde wegen diesen Vorwürfen nie rechtlich belangt und trotz der Kritik blieb ihm ein beträchtlicher Teil der Anhängerschaft treu. Obwohl Sathya Sai Baba 1960 selbst prophezeit hatte, dass er noch weitere 59 Jahre leben und folglich 92 Jahre alt werden würde, starb er im April 2011 nach einer längeren Zeit mit Altersbeschwerden schliesslich im Alter von 84 Jahren an Herzversagen. Die Sathya Sai Baba Bewegung hat nach dem Tod des Gurus etwas an Mitgliedern verloren, zurzeit kommen kaum neue Devotees hinzu.

Lehre

Seine Lehre vermittelte Sathya Sai Baba in einer praktisch unüberschaubaren Zahl von Ansprachen und Reden, die er fast immer in seiner Muttersprache Telugu hielt und die in diverse Sprachen übersetzt und publiziert wurden. Der Kern seiner Lehre ist die Avatarschaft und Divinität von ihm selbst. Als allwissender und allmächtiger Avatar ist es seine Aufgabe, die verlorengegangene göttliche Ordnung wiederherzustellen. Er als Quelle der reinen göttlichen Liebe leitet seine Devotees an in ihrer spirituellen Entwicklung, er transformiert die Menschen und die Welt, so dass ein neues Zeitalter mit einer höheren Bewusstseinsstufe erreicht wird. Von seinem positiven Einwirken auf das Leben einzelner Menschen und die Welt insgesamt berichten viele überzeugte Devotees in Büchern und anderen Publikationen. Diese Geschichten dienen wiederum für viele Devotees als Impulse für ihre persönliche spirituelle Entwicklung.

Sathya Sai Babas Lehrinhalte sind ansonsten ähnlich wie die anderer Vertreter des Neo-Advaita bzw. Neo-Vedanta-Richtung: Gott und Mensch sind eins, Atman (das individuelle göttliche Prinzip) und Brahman (das universelle göttliche Prinzip) sind identisch. Ziel der spirituellen Entwicklung jedes Menschen ist daher, die Einheit von Gott und Mensch zu erkennen und damit den Kreislauf der immer wiederkehrenden Reinkarnation zu überwinden. Der menschliche Geist mit seiner trennenden und interpretierenden Wahrnehmung erfasst nur eine Illusion der Welt (Maya) und kann die wahre göttliche Welt nicht erkennen. Uneigennützige Liebe (Prema), selbstloses Dienen (Seva), die Begrenzung der eigenen Wünsche, die Hingabe an Gott (Bhakti) und verschiedene Formen der spirituellen Praxis (Sadhana) sind Wege, um die eigene Göttlichkeit zu realisieren. „Love all, serve all“, „Help ever, hurt never“ oder “There is only one religion, the religion of Love” sind bei den Devotees beliebte kurze Slogans, die seine Lehre zusammenfassen sollen. Sathya Sai Baba lehrte die Einheit und Gleichwertigkeit der Religionen, d.h. dass alle Religionen eine gemeinsame Kernbotschaft in sich tragen, verschiedene Religionen im Vergleich nicht besser oder schlechter sind und entsprechend auch unterschiedliche religiöse Vorstellungen nicht zu Konflikten führen sollen. Jede religiöse Tradition trägt zwar die Kernbotschaft in sich, ist aber ebenso geprägt durch kulturelle und historische Elemente. Im Gegensatz zu diesen so charakterisierten Religionen sieht sich die Sathya Sai Baba Bewegung selbst nicht als Religion oder religiöse Bewegung, sondern als universelle spirituelle Gemeinschaft, die diese Essenz aller Religionen erkennt und in reiner Form lebt. Diese „spirituelle Essenz“ drückt sich laut Sathya Sai Baba in fünf Leitprinzipen oder fünf „menschlichen Werten“ aus: Wahrheit, Rechtschaffenheit, Friede, Liebe und Gewaltlosigkeit. In den zwei Varianten des Logos, das von der Sathya Sai Baba Organisation verwendet wird, sind beide Aspekte, die Einheit der Religionen und die fünf Leitprinzipien dargestellt:

Religiöse Praxis

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Die zentrale spirituelle Praxis ist für Personen in der Sathya Sai Baba Bewegung die Verehrung des Gurus, die Interaktion mit ihm und das Studium seiner Aussagen. Das geschah während Sathya Sai Babas Leben besonders intensiv im Ashram in der Form von Darshan, dem Blickkontakt zwischen Gottheit und Devotee, der spirituelle Transformation bewirken kann. Ausserdem war auch Interaktion in Form von sogenannten Interviews möglich, bei denen Sathya Sai Baba Einzelpersonen oder Gruppen ausgewählt hat und Fragen beantwortet oder Ratschläge erteilt hat. Ebenfalls wichtig war für Devotees das Überreichen von Briefen an Sathya Sai Baba sowie das Erhalten von Vibhuti (heiliger Asche) oder von ihm materialisierten Gegenständen wie z.B. Schmuckstücken oder kleinen Statuetten. Seit seinem Tod sind Interaktionen auf dieses Weise nicht mehr möglich. Doch auch schon zu seinen Lebzeiten war auch die Interaktion mit dem Guru ohne wirklich physische Anwesenheit wichtig: Darshan mittels Photos oder Videos von Sathya Sai Baba, sein Erscheinen im Traum oder durch plötzlich auftauchende Objekte sind für die Devotees relevant.

Gemeinschaftliche spirituelle Praxis findet vor allem in Form von wöchentlichen Satsang-Abenden oder sonstigen Veranstaltungen statt, bei denen gemeinsam gesungen und meditiert wird und Aussagen von Sathya Sai Baba oder auch andere inspirierende Texte diskutiert werden. Besonders das gemeinsame Singen von Bhajans und Rezitieren von indischen Mantras und Passagen aus den Veden ist wichtig, aber auch anderes Liedgut aus der lokalen Sprache und Tradition wird eingebaut. Es ist auch individuelle spirituelle Praxis, z.B. in Form von Meditation, selbstlosem gemeinnützigem Dienst u.ä. vorgesehen. Bei der Gestaltung dieser individuellen Formen sind die AnhängerInnen sehr frei, und Sathya Sai Baba hat explizit erwähnt, dass auch die religiöse Praxis der Herkunftskultur weiter gepflegt werden darf und soll. Devotees begrüssen sich untereinander üblicherweise mit Sai Ram.

Von ernsthaften AnhängerInnen wird erwartet, dass sie den von Sathya Sai Baba festgelegten Code of Conduct einhalten, damit ihre spirituelle Entwicklung möglich ist. Dieser Verhaltenskodex beinhaltet u.a. tägliches Meditieren und Beten, liebevolles Sprechen mit anderen Menschen, wöchentliche spirituelle Praxis mit den Familienmitgliedern, regelmässige Teilnahme an Aktivitäten der Sathya Sai Baba Organisation, Umsetzen der von Sathya Sai Baba formulierten Prinzipien zur Einschränkung der Wünsche und Einsatz der dadurch erzielten Ersparnisse für gemeinnützige Zwecke.

In der Sathya Sai Baba Bewegung werden im Verlauf eines Jahres verschiedene Feste gefeiert, wobei Gruppen in verschiedenen Ländern unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Auch lokale religiöse Feste können zudem in Sai-Gruppen nach eigenem Ermessen zelebriert werden (z.B. Buddhapurnima, Krishnas und Ganeshas Geburtstag). Einige für das südliche Andhra Pradesh wichtige Feiertage sowie zusätzliche Feierlichkeiten wie z.B. ein jährlicher Sport- und Kulturfest oder Zeugnisverleihungen für AbgängerInnen der Sai-Ausbildungsinstitute werden im Ashram in Puttaparthi ebenfalls zelebriert. Wichtige Feiertage für viele AnhängerInnen sind: Mahashivaratri Ende Februar/Anfang März, Easwaramma Day am Todestag von Sathya Sai Babas Mutter, Gurupurnima im Juni oder Juli, Dashahara-Fest und Avatar Declaration Day im Oktober, Dipavali-Lichterfest im November, weltweiter Akhandha-Bhajan am 16./17. November, Ladies Day am 19. November, Sathya Sai Babas Geburtstag am 23. November, Weihnachten am 25. Dezember.

Besonderheiten in der Schweiz

Erste AnhängerInnen gab es in der Schweiz seit Ende der 60er Jahre, erste Gruppen wurden 1976 in Genf und 1979 in Bern gegründet. Seit 1988 existiert eine offizielle nationale Organisation, die als gemeinnütziger Verein registriert ist. Die Schweiz ist in der internationalen Organisation zur Zone 6 (Südeuropa) zugeteilt und bildet gemeinsam mit Kroatien, Frankreich, Italien, Malta, Portugal, Slowenien und Spanien die Region 61. Der offiziellen Sathya Sai International Organisation Schweiz als Mitglieder angeschlossen sind ca. 270 Personen (Stand Ende 2015). Hinzu kommen ca. 250 Interessierte, die nur lose mit der Organisation in Kontakt sind und schätzungsweise noch einmal ca. 200 Sai-AnhängerInnen, die keinerlei Kontakt zur Organisation pflegen.

Die Organisation bestand von Anfang an aus sowohl schweizerischen AnhängerInnen als auch aus indischstämmigen EinwandererInnen, auch heute sind beide Gruppen in der Organisation vertreten. Die nationale Organisation besteht aktuell aus neun Zentren, einer Gruppe und fünf sogenannten Informationspunkten (wenig aktive Kleingruppen oder einzelne Ansprechpersonen). Manche Zentren werden fast ausschliesslich von indischstämmigen Personen bzw. SchweizerInnen besucht, an manchen Orten ziehen Veranstaltungen beide Gruppen an und es besteht eine grössere Durchmischung. Nationale Anlässe wie der jährliche Nationale Satsang jeweils im September, die nach Sprachregionen separat organisierten Weihnachtsfeiern sowie ein jeweils im Frühling stattfindender mehrtägiger Retreat werden ebenfalls von beiden Gruppen besucht. In Aarau existiert ein spezialisierter Sathya Sai Buch- und Medienladen. Eigene Lokalitäten besitzt die Sathya Sai Organisation in der Schweiz nicht, Zentren und Gruppen treffen sich in gemieteten Räumen und nationale Anlässe werden ebenfalls in verschiedenen gemieteten Veranstaltungsräumen durchgeführt.

Literatur

Tulasi Srinivas. Winged Faith: Rethinking Globalization and Religious Pluralism through the Sathya Sai Movement. New York: Columbia University Press, 2010.

Smriti Srinivas. In the Presence of Sai Baba. Body, City, and Memory in a Global Religious Movement. Leiden: Brill, 2008.

Katharina Poggendorf-Kakar. Der Gottmensch aus Puṭṭaparthi. Eine Analyse der Sathya-Sai-Baba-Bewegung und ihrer westlichen Anhänger. Hamburg: Kovac, 1999.

 

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