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In der Blog-Rubrik von religion.ch soll für jede Stimme - ob religiös oder nicht-religiös - Platz gefunden werden. Persönlichkeiten unterschiedlichster religiöser Herkunft aus verschiedenen Regionen der Schweiz äussern auf ihre persönliche Art und Weise ihre Gedanken, Meinungen, Erfahrungen oder Problemstellungen der heutigen Gesellschaft in Bezug auf Religion.

Ihr Piraten kommet

Weihnachten ist vorbei. Der Retter ist da oder immerhin wieder einmal geboren. Das vorweihnachtliche Stressshopping unter Termindruck war der etwas weniger hektischen nachweihnachtlichen Schnäppchenjagd im Ausverkauf gewichen. Gottfried Locher hatte in seinem Weihnachtsinterview empfohlen, in die Weihnachtsgeschichte einzutauchen. Das haben wir als...
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Was ist das Erstaunlichste in dieser Welt? (Vom Umgang mit dem Tod)

Ich sitze an meinem Schreibtisch und lese den Artikel von Carsten Ramsel vom 24. November zum Thema Tod. Mit ihm hatte ich im Rahmen eines Blogger-Treffens erst kürzlich einen tollen Abend verbracht.Ich respektiere und wertschätze die Ansichten meiner atheistischen Mitmenschen, vor allem wenn sie von so viel Offenheit und Ehrlichkeit zeugen wie die...
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An Weihnachten vorzulesen...

Jetzt findet man sie wieder regelmässig in der Zeitung, die Anzeigen der Agentur C mit der biblischen Weihnachtsgeschichte. „An Weihnachten vorzulesen" werden wir im Titel angewiesen, und viele werden der Aufforderung an Heiligabend Folge leisten. Schliesslich soll ja das zum Kommerz verkomme Weihnachtsfest an die Geburt Jesu erinnern, und dem Kons...
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Der Liebe auf der Spur

Unser Papst Franziscus hat eine Umfrage lanciert, welche den Schwierigkeiten der Kirche mit Liebe und Sexualität auf die Spur kommen möchte. Ein einzigartiger Vorgang! Eine Kirchenleitung, die im Detail hören möchte. Der erstarrte Riese bewegt sich … jeder kann mitmachen. In der Folge ein Teil meiner Antworten auf die Umfrage, welche die Schweizer Bischöfe an uns Seelsorgende versandt haben.
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Hilflose Allmacht

Je länger je mehr, nötigt die Gesellschaft mächtige Player, über Entscheidungen zu diskutieren, die sie lieber hinter verschlossenen Türen träfen. In den 90ern zwang Greenpeace den Shellkonzern in die Knie: die Bohrinsel Brent Spar durfte nicht durch Versenken entsorgt, sondern musste an Land zerlegt werden. Kanzler Kohl schwieg beharrlich zu der Herkunft von Spendenmillionen an die CDU: um den Preis des Zusammenbruchs seines Ansehens und seines Einflusses. Die privaten Geschäfte von Philipp Hildebrand, des ehemaligen Präsidenten der Schweizer Nationalbank, blieben keine Privatsache.
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Gemeinsam von unten

In unserer Kirchgemeinde haben wir mit vier beteiligten ansässigen christlichen Gemeinschaften einen „Dorfgottesdienst" zum Jugendfest gefeiert. Es war weder ökumenisch noch eine Allianz – es war mehr. Aus dem Bedürfnis, gemeinsam mit Familien und Kindern Gottesdienst zu feiern zu diesem Anlass, der das ganze Dorf auf die Beine bringt, ist etwas ge...
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Die Hütte. Alles Hiob oder was?

Der Untertitel des Buches "Die Hütte. Ein Wochenende mit Gott" suggeriert dem interessierten Leser, göttliche Einsichten und universale Lebensweisheiten aus erster Hand zu erhalten. Dass „Gott" uns dann nur die von Menschen erdachten und sattsam bekannten theologischen Dogmen auftischt verwundert nicht – ist Gott doch lediglich das von Menschen an ...
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Unerwartete Segnung im Einkaufstempel

Während in vergangenen Zeitepochen grosse Kirchen, Tempel und Moscheen gebaut wurden, schiessen heute riesige Wolkenkratzer und Einkaufszentren wie Pilze aus dem Boden. Manchmal werden diese architektonischen Wunder auch Einkaufs- oder Konsumtempel genannt. Wikipedia definiert diesen Begriff in folgender Weise: „Konsumtempel" ist eine ironische Bez...
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Wie peinlich, Herr Bischof

Bischof Huonder legt sich mit dem Zürcher Regierungsrat Graf an. Der hatte in seiner Rede zum fünfzigjährigen Jubiläum der Zürcher Landeskirche die Verantwortlichen in Chur und Rom aufgefordert, die Menschenrechte zu respektieren, und mit ihnen die liberale Verfassung der Zürcher Katholiken. Zornig protestiert der Bischof: Regierungsvertreter dürften die Grundrechte nicht einsetzen, um ihre Weltanschauung den Religionsgemeinschaften aufzuzwingen. Die Aussagen des Zürcher Justizdirektors bedeuteten, dass er der Kirche das Recht, sie selbst zu sein, teilweise vorenthalte.
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Sprache und Theologie bei Anselm Grün. Ein Rückblick auf das Symposium an der Universität Freiburg am 26. und 27. April 2013

Das Regal Religion in der Bahnhofsbuchhandlung Bern hat vier Etagen mit folgenden Bereichen: Buddhismus, Esoterik, Christentum, und die vierte Etage ist der Literatur von Pater Anselm Grün gewidmet. Anselm Grün ist also eine internationale Marke! Sie steht für einen achtsamen und barmherzigen Umgang mit sich selbst, für eine Gebetssprache, die Gott unsere seelischen Wunden hinhält und ihn um Heilung bittet. Mit über 300 Sachtitel und einer Auflage von über 18 Mio. Büchern, übersetzt in 32 Sprachen, ist Grün weltweit einer der wirkmächtigsten Zeitzeugen der Frohen Botschaft des Christentums. Offenbar findet Grün Kommunikationswege, die vielen anderen verschlossen sind. Man sollte meinen, dass dieses Phänomen für die Professionellen der Glaubenssprache interessant sei. Doch seltsam ist: Eine Auseinandersetzung der theologischen Wissenschaft mit Grün gibt es nicht. Von der Handvoll Titel zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Anselm Grün stammen gerade zwei aus der Universität. Gewiss, Grün schreibt nicht als Wissenschaftler, aber seine Wirkung ist greifbar!
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Ganges-Wasser - äusserlich schmutzig, innerlich reinigend!

„Oh Swagatam Gange, Saranagatam Gange!" Gesänge zur Verherrlichung von Mutter Ganga erfüllen die Atmosphäre. „Gegrüsst seist du Ganga, Dir gebe ich mich hin, Ganga!" Die Gebete werden von Tabla-Rhythmen begleitet und laden zum Mitklatschen und Singen ein. Die jungen Studenten des Ashramas entzünden die schweren Butterfettlampen und ihr Guru eröffne...
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Mehr als zwei Wochen Franziscus

Buena sera … Wir spüren, wie die bleierne Lähmung der Ratzinger-Jahre von uns weicht, einstweilen nur atmosphärisch, und sichtbar in ersten Schritten. Der Neue tritt gewinnend und warmherzig auf; wäscht strafgefangenen Jugendlichen die Füsse, pfeift auf Panzerglas, wohnt nicht im Palast … auf einmal werde ich auf den Papst angesprochen, dutzendweise, neugierig, positiv. Es ist etwas weniger peinlich, katholisch zu sein …
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Wer hat's erfunden?

Der Mensch erschuf die Götter nach seinem Ebenbild. Jede Volksgruppe, die etwas auf sich hielt, besass ihre eigenen Legenden und selbstverständlich auch eigene Götter, die ihnen in ruhmreichen Schlachten zur Seite standen. Die Götter der alten Ägypter, Griechen, Römer, Kelten und Germanen sind aber mit der Zeit alle in Vergessenheit geraten. Wer gl...
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Franziscus I

Habemus papam: eine grosse Freude sei das, kündigte Kardinal Tauran an. Neben ihm erstrahlte der neue Papst in geradezu jugendlicher Frische, mit 76, und auch nicht der Gesündeste …Warum haben die Kardinäle ihn gewählt? Dass in der vatikanischen Verwaltung, der Kurie, gründlich aufgeräumt werden muss, war den Kardinälen nach Vatileaks und dem Bericht der drei Kardinäle an den alten Papst genügend klar. Sogar ein deutscher Kardinal, der wegen akuter Papolatrie schon mehrfach hospitalisiert werden musste, hatte Benedikt um Entlassung seines zweiten Mannes, Kardinal Bertone, gebeten. Er hätte sich die Reise sparen können: Bertone bleibt, basta, basta, basta …
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Benedikt XVI

Ein Papst tritt nicht zurück. Er ist eine objektive Grösse. Hinter dem Amt hat der Mensch zu verschwinden. Das letzte und einzige Mal, dass ein Rücktritt vorkam, ist so lange her, dass es schon nicht mehr wahr ist. Ein Papst steht für die Festigkeit der katholischen Wahrheit, die durch nichts und niemanden relativiert werden darf. Er sagt nicht: so geht es mir. Doch, ein Papst tritt zurück. Doch, er spricht psychologisch, offenbart einen Blick in sein Inneres. „Die Kraft hat in mir derart abgenommen…“ Er legt das Amt ab, spricht einfach, von Mensch zu Mensch. Sein Schritt anerkennt das Recht einer, seiner subjektiven Wahrheit gegenüber dem Ausharren in der objektiven Pflicht.
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Wie mich der Vater evangelisiert hat

Ein Papst tritt nicht zurück. Er ist eine objektive Grösse. Hinter dem Amt hat der Mensch zu verschwinden. Das letzte und einzige Mal, dass ein Rücktritt vorkam, ist so lange her, dass es schon nicht mehr wahr ist. Ein Papst steht für die Festigkeit der katholischen Wahrheit, die durch nichts und niemanden relativiert werden darf. Er sagt nicht: so geht es mir. Doch, ein Papst tritt zurück. Doch, er spricht psychologisch, offenbart einen Blick in sein Inneres. „Die Kraft hat in mir derart abgenommen…“ Er legt das Amt ab, spricht einfach, von Mensch zu Mensch. Sein Schritt anerkennt das Recht einer, seiner subjektiven Wahrheit gegenüber dem Ausharren in der objektiven Pflicht.
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"Scharia versus Finanzmafia?"

In der Bibel steht: „Denn wer hat, dem wird gegeben und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch genommen, was er hat" (Matthäus 13.12). Genau so ist die wirtschaftliche Realität. Wer Kapital hat, dem fliesst zusätzliches Kapital in Form von Zinserträgen zu. Wer kein Kapital hat, dem wird auch noch das wenige, das er hat, ...
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21. Dezember 2012 - Individuelle Entwicklung statt kollektiver Untergang!

Spätestens seit dem Hollywood Weltuntergangs Streifen '2012' weiß es jeder: Gemäß dem Maya-Kalender geht die Welt am 21. Dezmeber 2012 unter! Das ist ja schon sehr bald.Im Internet findet man Unmengen von Informationen zu diesem Thema. Entsprechende Internet-Seiten bieten neben dem sekundengenauen Countdown zum Tag X auch gleich den Online 'Surviva...
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Spiritualität des Konzils

Heute glaubt fast niemand mehr, dass er sein Leben von einer einzigen Ideologie her gestalten kann. Die allermeisten haben verstanden, dass die Logik des Marktes für die Wirtschaft nützlich ist, aber dass sie sich auf nahe Beziehungen verheerend auswirkt (ich bin mit Dir zusammen, bis ein besseres Angebot kommt). Offenbar braucht es verschiedene Sprachen, verschiedene Denkformen, um mit dem Leben als Ganzem klar zu kommen.
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Lustige Geschichten?

Im Religionsunterricht gab es für gewöhnlich nicht viel zu lachen. Die Bibelstunde mit ihrer Gewaltverherrlichung und dem Glorifizieren der Verbrechen alter Völker im Namen Gottes fand ich zwar schaurig-unterhaltsam, aber nicht wirklich lustig. Die sogenannten Glaubenswahrheiten der katholischen Dogmatik, die uns im späteren Katechismus-Unterricht ...
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