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In der Blog-Rubrik von religion.ch soll für jede Stimme - ob religiös oder nicht-religiös - Platz gefunden werden. Persönlichkeiten unterschiedlichster religiöser Herkunft aus verschiedenen Regionen der Schweiz äussern auf ihre persönliche Art und Weise ihre Gedanken, Meinungen, Erfahrungen oder Problemstellungen der heutigen Gesellschaft in Bezug auf Religion.

Ein anderer Blickwinkel auf die Charta christlicher Kinder- und Jugendarbeit, Teil 1

Ein anderer Blickwinkel auf die Charta christlicher Kinder- und Jugendarbeit, Teil 1

Für jene, welche meinen vorderen Blogartikel nicht gelesen haben, empfehle ich, dies hier zuerst nachzuholen. Es ist mir ein Anliegen, dass sich meine Leserschaft nicht nur anhand von einseitigen Informationen meinerseits ein Bild über diese Thematik machen kann. Auch möchte ich Interessierten die Publikationen meiner ehemaligen Kirche zugänglich machen, über die ich mich heute als ehemaliges Kirchenmitglied der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten kritisch in der Öffentlichkeit äussere. Dazu gehören auch unzählige Zitate Ellen G. Whites, darunter auch solche zur Kindererziehung. Glaubenspunkt 18 der Adventisten beschreibt den Stellenwert der Schriften Ellen G. Whites u.a. folgendermassen: "Ihre Schriften sprechen mit prophetischer Autorität und geben der Gemeinde Trost, Führung, Unterweisung und Zurechtweisung."



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Braucht der Islam einen Luther?

Braucht der Islam einen Luther?

​500 Jahre sind seit Luther und der Reformation des Christentums vergangen. Oft hört man Stimmen, jetzt seien wir Muslime an der Reihe. Im ersten Moment bin ich versucht, patzig zu fragen: Warum macht man uns Vorschriften? Sind wir nicht selber dafür verantwortlich? Haben die Muslime den Christen je vorgeschrieben, wann sie was zu reformieren hätten?

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Kirche und "No Billag"-Initiative: den Empfang für alle sicherstellen

Kirche und "No Billag"-Initiative: den Empfang für alle sicherstellen

​Am 4. März stimmt die Schweiz über die "No-Billag»-Initiative" ab. Für die Kirche setzt sie den Minderheitenschutz und die Religionssendungen von Schweizer Radio und Fernsehen SRF auf Spiel. Die Befürworter glauben an den freien Markt.


"Es steht viel mehr auf dem Spiel als die Gebühren", fasst Daniel Kosch, Generalsekretär der römisch-katholischen Zentralkonferenz zusammen, der Dachorganisation der Landeskirchen. Aus kirchlicher Sicht geht es bei "No Billag" um zwei Themen.


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Wie christliche Jugendverbände doch noch von staatlichen Geldern profitieren

Wie christliche Jugendverbände doch noch von staatlichen Geldern profitieren

​Am 31.03.2017 titelte die «NZZ» auf der Online-Plattform: "Fromme Jugend muss Lager künftig selber bezahlen"' Hunderttausende Franken zahlt der Staat christlichen Jugendorganisationen für ihre Lager – doch bald nicht mehr: Das Bundesamt für Sport streicht das Geld. Die Freikirchen wehren sich.


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Natürlich, du hast absolut recht.

Natürlich, du hast absolut recht.

... epur si muove, [Name einfügen]!

Ich möchte mit einer kurzen Geschichte beginnen. Auf der Strasse streiten sich zwei Juden über die Auslegung einer bestimmten Bibelstelle. Da kommt der Rabbiner mit seiner Frau auf ihrem Spaziergang vorbei. "Rabbi, Rabbi!", rufen die Männer, als sie das Paar kommen sehen. "Bitte, wir haben eine Frage." Der erste Mann erklärt, man streite sich über einen Punkt des heiligen Gesetzes und legt seinen Standpunkt dar. Der Rabbiner nickt, überlegt kurz und findet: "Doch, ich glaube, Du hast absolut recht." Der erste Mann ist glücklich und geht zufrieden davon.


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Buchauszug: Für ein besseres Miteinander VI

Buchauszug: Für ein besseres Miteinander VI

Meine Konversion Teil III

​Ich hing immer noch sehr an der Bibel, und so erfolgte mein erster Zugang zum Islam – so seltsam es tönt – über die Bibel. Meine Mauer gegen den Islam begann aufzuweichen, nachdem ich gelesen hatte, dass es in der Bibel Prophezeiungen gab, die von den Christen zwar anders interpretiert werden, aber durchaus auch auf den Propheten Muhammad zutreffen könnten, z.B. im 5. Moses 18/18, oder Johannes 16/13 und Matthäus 21/43.


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Die letzten Jedi

Die letzten Jedi

Der neueste Film der dreifachen Star Wars Trilogie birgt einen Schatz an Motiven für Predigten oder nächtelange Diskussionen über Gott, die Welt und die Rolle von Menschen, die im Namen einer Religion auftreten.


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Buchauszug: Für ein besseres Miteinander V

Buchauszug: Für ein besseres Miteinander V

Meine Konversion Teil II

Als ich siebzehn war, entdeckte ich die Brieffreundschaften und schrieb in alle Welt hinaus, unter anderem nach Marokko. Diesen Brief schrieb ich aus der Tiefe meines Herzens. Ich wollte, dass dieser Mensch mich genauso wahrnahm, wie ich wirklich war und ich wollte unbedingt, dass mir dieser Mann zurückschrieb. Warum das so war, weiss ich bis heute nicht. Aber inzwischen sind wir seit über dreissig Jahren verheiratet!


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Mitten im kalten Winter...

Mitten im kalten Winter...

Oder: eine neue Hoffnung!

Am 15. Shvat feiert man das traditionelle "Neujahrsfest der Bäume", "Tu B'Shvat". Das Fest fällt dieses Jahr auf den 31. Januar und ist einer der vier Jahresanfänge im jüdischen Kalender. Das Fest ist eines der Landwirtschaftsfeste des alten Israels, man isst die Früchte des Landes und erfreut sich an der Schönheit der Natur. Ausserdem zählt man das Alter der Pflanzen an der Anzahl "Tu B'Shvat" Feste, die sie schon erlebt haben. Ein altes Gesetz sagt nämlich, dass man Pflanzen erst nach drei Jahren landwirtschaftlich nutzen und ihre Früchte erst nach diesen drei Jahren essen darf. Zudem soll man ihnen alle sieben Jahre ein Jahr Pause gönnen und sie in diesem Jahr nicht kultivieren.


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Was wir von der Religionswissenschaft lernen können

Was wir von der Religionswissenschaft lernen können

Als Religionswissenschaftler hat man's echt nicht leicht im Leben. Die meisten Menschen haben keine Ahnung von dem, was man tut. Und vor den anderen muss man als Vertreter eines "Orchideenfachs" stets seine eigene Existenz legitimieren. Für die einen ist man ein Mysterium und für die anderen der lebendige Beweis dafür, dass man seinen Kindern bei der Berufswahl nicht freie Hand lassen sollte.

Hoffentlich sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht auch dieser Meinung. Das wäre sehr schade. Denn eigentlich könnte unsere Gesellschaft viel von der Religionswissenschaft lernen, zum Beispiel wie man sich wertneutral mit gegensätzlichen Weltbildern auseinandersetzt, ohne den sozialen Frieden aufs Spiel zu setzen. Jedenfalls vertrete ich diese Meinung, seit ich vor drei Jahren im Marienwallfahrtsort Mariastein für eine Studie Pilger zu ihren Motiven und Weltbildern befragte und dem faszinierenden Treiben um mich herum zuschaute. 


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Ich stelle mich vor

Ich stelle mich vor

Die Reaktion der Kirche liess nicht lange auf sich warten. Der Mediensprecher der Deutschschweizerischen Vereinigung (DSV) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten kommentierte schon Ende Oktober auf der kircheninternen Website die vierteilige Kurzserie "Adventisten – Zwischen Glaube und Zwang", welche TeleBärn anfangs Oktober an vier aufeinanderfolgenden Tagen ausstrahlte. Nun folgte noch ein kurzer Artikel in der vierteljährlich erscheinenden DSV-Info. Darin nimmt Herbert Bodenmann, welcher vom TeleBärn-Journalisten auch interviewt wurde, nochmals zu beiden Fernsehausstrahlungen Stellung. Nebst Aussagen vor der Kamera bei TeleBärn, haben ehemalige Mitglieder der Adventisten auch schon in der n-tv Dokumentation "Radikale Christen – Im Namen der Sekte" mitgewirkt, welche Ende September 2017 ausgestrahlt wurde.


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Buchauszug: Für ein besseres Miteinander IV

Buchauszug: Für ein besseres Miteinander IV

Meine Konversion Teil I

Es ist manchmal schwierig, als Konvertitin zwischen zwei Fronten zu stehen. Bisher hielt ich meine „Doppelbürgerschaft" als Schweizerin und Muslimin immer für einen Vorteil, denn beides zu kennen, heisst doch auch, beides zu verstehen, in der Lage zu sein, zu vermitteln, und das Unrecht, dort wo es geschieht, mit Kenntnis der Fakten anzuprangern. Seit Kurzem wollen uns aber gewisse Leute auch das noch absprechen. Wir Konvertiten seien gefährliche Nomaden. Gefährlich, weil die Religion übernommen wird ohne ihre Verwurzelung in der Tradition und Kultur. 


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Nachhall zum Lutherjahr

Nachhall zum Lutherjahr
Niemand kann durch den Ablass Vergebung mit Sicherheit erhalten. Das war ein wichtiger Punkt in den Thesen, die Doktor Martin Luther am 31. Oktober 1517 am Portal der Schlosskirche in Wittenberg anschlug, jedenfalls gemäss gängiger Erzählart. Vergebung kann nicht käuflich erworben werden, auch nicht bei Händlern mit päpstlichem Siegel. Jeder Handel...
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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...
Feierlich gedekter Tisch an Chanukka

Grab des Matithyahu ben Yochanan HaKohen

Chabad Chanukkia Berlin

oder: Warum ich trotzdem noch Chanukka feiere ​Am Abend des 12. Dezembers 2017 des gregorianischen Kalenders beginnt der 25 Kislev 5778 des jüdischen Lunisolarkalenders. Damit beginnt das Lichterfest Chanukka,dieser Tag wird in vielen Synagogen und jüdischen Familien gefeiert. Chanukka ist ein beliebter Familienyontef, ein Familienfest. Während ach...
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Die Mönchsrepublik im Herzen Europas

Die Mönchsrepublik im Herzen Europas
Rudis Diamonitirion

Fähre in Ouranoupoli

Karte von Athos

Eine Reise nach Athos im Oktober 2017 Am Anfang stand ein Youtube-Beitrag - also streng genommen eine Filmdokumentation von ARTE. Der Beitrag handelte von der orthodoxen Mönchsrepublik Athos, einem autonomen Staat unter griechischer Souveränität, gelegen am östlichsten Finger der Halbinsel Chalkidiki. Eine Republik mitten im Herzen der EU, die aber...
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Von fliegenden Hasen und Isolierung in abgeschotteten Gruppen

Von fliegenden Hasen und Isolierung in abgeschotteten Gruppen

Isolierung hält Mitglieder davon ab, die Lehre oder den Führer einer Gruppe zu prüfen. Würden sie sich weiterhin in einen offen Austausch mit ihren Mitmenschen begeben, könnten diese zum Beispiel auf Widersprüchlichkeiten der Lehre oder die vereinnahmende Persönlichkeit des Gurus hinweisen. Auch die zunehmende Veränderung der Persönlichkeit würde auffallen, und gerade in der Familie oder im Freundeskreis zum Gesprächsthema werden. Partner werden häufig getrennt, oder Beziehungen nur durch den Guru geschlossen, denn enge Gemeinschaften innerhalb der Sekte lassen sich weniger gut kontrollieren und sind eine Gefahr für die ganze Gruppe. Eine ähnliche Dynamik entfaltet sich bei häuslicher Gewalt. Erst wird der Partner mit Liebe überschüttet, dann von seinem sozialen Umfeld entfernt (ich möchte doch nur mehr Zeit mit dir verbringen!) und später verunsichert. 


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Die Toten Hosen im Scheinparadies einer Sekte

Die Toten Hosen im Scheinparadies einer Sekte

Vor 20 Jahren sass ich im Dschungel fest. Ich war in einer Sekte, musste mit einem Mann im Alter meines Vaters schlafen und dem Guru ergeben dienen. Das Ganze, während mir ein scheinheiliges Geistwesen erzählte, was ich in vergangenen Leben so alles verbrochen hatte. 

Ich war damals 15. Heute, mit 35, gehe ich zu meinem ersten Konzert der Toten Hosen. Warum das was ganz Besonderes für mich ist? Weil ich Gefühlen nicht traute. Wut lange Zeit begrub. In der Sekte lernte, jeden Moment auf der Hut zu sein, mich selbst zu verneinen, die Kontrolle zu bewahren. Musik war gefährlich. Musik sprach zu meinem Inneren, das täglich von aussen bombardiert und zerstört wurde. Musik konnte die Wand, die ich vorsichtig um mein Herz und meine Seele gebaut hatte, sprengen. Ohne diese Wand, so dachte ich, würde ich sterben.


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Wie echt ist unsere Realität?

Wie echt ist unsere Realität?

Unglaublich! Das fühlt sich so real an, jeder Schritt, jede Bewegung…` Wer sich schon mal auf die virtuelle Realität einliess, weiss wie echt sich das anfühlt. Doch Wahrnehmung und Wahrheit ist nicht dasselbe. Oft werden wir durch unsere Wahrnehmung getäuscht und halten etwas für real was in Wirklichkeit keine Realität besitzt. Was wäre, wenn nicht nur die virtuelle Realität, sondern auch die Realität wie wir sie kennen, nichts als eine Scheinwelt wäre? Nach dem hinduistischen Weltbild ist nämlich die ganze materielle Schöpfung nichts anderes als ein Traum Gottes. Doch lasst uns erst mal den Begriff virtuelle Realität etwas genauer definieren und dann auf die vedische Aussage zurück kommen.


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Paradies und Garten

Paradies und Garten
Er (Gott) ist es, Der Wasser aus den Wolken hernieder sendet; davon habt ihr zu trinken, und davon wachsen die Gebüsche, an denen ihr (euer Vieh) weiden lasset. Damit lässt Er für euch Korn spriessen und den Ölbaum und die Dattelpalme und die Trauben und Früchte aller Art. Wahrlich, darin liegt ein Zeichen für nachdenkende Leute. (Koran, 16/10-11) ...
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Insekten essen als neuer Trend?

Insekten essen als neuer Trend?
Insekten essen? In Ländern wie Thailand, China und Afrika gelten Insekten wie zum Beispiel Käfer, Raupen, Ameisen und Wespen als Nahrungsmittel. Rund 1400 essbare Insektensorten soll es geben. Was sehr exotisch klingt ist auch in der Schweiz bald erhältlich. In ein paar Wochen ist es soweit, dann tritt das neue Lebensmittelgesetz in Kraft! Mehlwürm...
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