Eine Forscher_innengruppe der der Universität Bern bittet um Beteiligung an der Internet-Befragung mit dem Namen 'Xenosophie-Projekt'.Xenosophie-Projekt

„Wie können Religionen zu einem friedlichen Miteinander von Menschen in der Schweiz beitragen?" Zu diesem Thema arbeiten die Forscher im „Xenosophie-Projekt" an der Universität Bern. Sie befragen dazu Christen, Muslime und Juden, wie sie die eigene und andere Religionen wahrnehmen und auch dazu, was sie selber glauben. Es wird besonders danach geforscht, unter welchen Bedingungen jemand die Begegnung mit der anderen Religion als bereichernd erlebt. Der Fragebogen kann in acht verschiedenen Sprachen ausgefüllt werden.

Gemeinsam weiterDie CVP-Initiative ‹Heiratsstrafe abschaffen› erhitzt momentan die Gemüter. Grund: Der Initiativtext definiert die Ehe als "Lebensgemeinschaft von Mann und Frau". Nicht nur wird der Mann – getreu der patriarchalen Tradition der Schweiz – an erster Stelle genannt, auch bekämpft dieser Initiativtext die parlamentarische Initiative ‹Ehe für Alle›.

Rudra BejartEinblick in die Seminarbeit: "L’Ecole-Atelier Rudra-Béjart et phénomène religieux"

Inspiré par les religions du monde, Maurice Béjart (Marseille 1927 – Lausanne 2007) fonde à Lausanne en 1992 une école de danse portant le nom du dieu védique – terrible et destructeur – Rudra. Pendant deux ans, de jeunes artisans de la danse sont formés à diverses disciplines artistiques et travaillent de huit heures à dix-neuf heures dans les locaux du Béjart Ballet Lausanne.

Dias de los MuertosWährend Allerheiligen und Allerseelen bei uns in der Schweiz eher besinnliche Tage sind, feiern die Mexikaner zu Ehren der Verstorbenen farbenfrohe Feste. Der Dia de los Muertos am 2. November gipfelt im Familienpicknick auf dem Friedhof und wurde wegen seiner aussergewöhnlichen Bräuche von der Unesco ins Weltkulturerbe aufgenommen.

Jean Renggli: RütlischwurDer Gründungsmythos als einende Geschichtskonstruktion

In der Schweiz besitzt die religiöse Ausrichtung für die nationale Identität heute laut einer Umfrage keine grosse Bedeutung. Das Meinungsforschungsinstitut Isopublic hat im Auftrag des Magazins Reader's Digest Schweizerinnen und Schweizer gefragt, was für sie die schweizerische Identität ausmache. Nur magere 3,5 Prozent der Befragten räumten der Religion eine ausschlaggebende identitätsstiftende Wirkung ein. Mit 35.5 und 34.4 Prozent liegen die gemeinsame Geschichte und die gemeinsamen Werte bei der Frage nach dem prägendsten nationalen Identifikationsmerkmal an erster und zweiter Stelle. Die Religion scheint hierzulande also nicht bestimmend für das Gefühl des Schweizerseins zu sein.


Haus der Religionen ©Simon Gaus
In den letzten Jahrzehnten sind in der Schweiz sowohl auf nationaler als auch regionaler und lokaler Ebene etliche Institutionen und Projekte initiiert worden, die sich dem interreligiösen Dialog widmen. Wie erwähnt geht weitaus der grösste Teil davon auf die Initiative von christlichen Kirchen oder von kirchlich engagierten Personen zurück und werden von diesen getragen. Im folgenden sollen beispielhaft einige Organisationen, Aktivitäten und Angebote vorgestellt werden.

©Simon GausZiele des interreligiösen Dialogs

Als ein Hauptziel des interreligiösen Dialogs kann die Förderung eines friedlichen Zusammenlebens in einer religiös heterogenen Gesellschaft genannt werden. Viele der Initiativen und Aktivitäten von interreligiösen Organisationen haben sich zum Ziel gesetzt, Begegnung gezielt zu fördern und damit Vertrauen zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften zu schaffen, Vorurteile abzubauen und zu einem besseren Verständnis füreinander und zu gegenseitigem Respekt beizutragen.

Die dreiteilige Serie zum Thema interreligiöser Dialog beschäftigt Interreligiöser Dialog verstanden? Wie ist dieses junge Phänomen überhaupt entstanden? Welches sind die Möglichkeiten und Grenzen des Dialogs? Welche nationalen und regionalen Akteure sind in der Schweiz in diesem Bereich tätig? Zudem wird mit einer ausführlichen Linkliste auf verschiedene Organisationen im Bereich des Dialogs verwiesen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Interreligiöser Dialog - ein junges Phänomen

Der Schweizerische Rat der Religionen, das Haus der Religionen, Interreligiöse Arbeitskreise und Foren, Woche der Religionen – die Institutionen, Angebote und Aktivitäten in der Schweiz, die sich dem interreligiösen Dialog widmen, sind heute zahlreich und schwierig zu überblicken.
Tatsächlich ist der interreligiöse Dialog ein eher junges Phänomen, das sich im Zusammenhang mit der zunehmenden religiösen Pluralität in der Schweiz so wie auch in anderen west-europäischen Ländern fast notwendigerweise entwickelt hat. Obwohl in den 1960er-Jahren mit der sogenannten Säkularisierungsthese angenommen wurde, dass Religion und Glauben zunehmend an gesellschaftlicher Bedeutung verlieren und aus dem gesellschaftlichen Leben verschwinden würden, sind Themen rund um religiöse Fragen heute in der Öffentlichkeit sehr präsent.

Normalerweise werden bei politischen Entscheidungen politische und wirtschaftliche Interessen und deren Geltungsansprüche ausgehandelt. Bei der Anti-Minarettinitiative waren aber nur symbolische Geltungsansprüche relevant. Viele Personen, die bis jetzt bei Migrationsthemen pragmatisch abgestimmt hatten, konnten gestern ein "Ja" einlegen, da es sich bei dieser Initiative quasi um eine rein symbolische Initiative handelt. Die „direkten“ Konsequenzen bei der Annahme der Initiative sind gleich null. Keine in der Schweiz lebende Person muss durch die Annahme der Initiative heute sein Verhalten im Vergleich zu seinen Gewohnheiten vor der Abstimmung ändern. Bei einem Kopftuchverbot wäre dies zum Beispiel anders gewesen; die Annahme einer solchen Initiative hätte das Leben von Personen direkt beeinträchtigt.

Werner LaubiInterview mit Werner Laubi, Theologe und Geschichtenerzähler

Werner Laubi, reformierter Pfarrer aus Aarau ist Autor zahlreicher Bücher und leidenschaftlicher Erzähler biblischer Geschichten. Auch anderen will er zum selbständigen Erzählen Mut machen.

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